Janko: Jetzt zeigt sich, wer hinter uns steht

Teamstürmer im Interview

Janko: Jetzt zeigt sich, wer hinter uns steht

Marc Janko spricht jetzt über die schmerzhafte EM und seine weitere ÖFB-Karriere.

Marc Janko bleibt dem österreichischen Fußball-Nationalteam auch nach der verpatzten EM in Frankreich erhalten. Im Gegensatz zu Kapitän Christian Fuchs denkt der 33-jährige Stürmer nicht an einen Rücktritt. Im Interview mit der APA (Austria Presse Agentur) sprach Janko kurz vor Saisonstart in der Schweiz über die schmerzhafte EM-Erfahrungen und die Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme. Fliegende Teller im ÖFB-Camp verwies er ins Reich der Märchen.

EM-Erinnerung tut weh
Gesundheitlich ist Marc Janko am Weg zurück. Auch den Torriecher hat er wieder gefunden. Doch auch am erfahrenen ÖFB-Topstürmer nagt die schmerzhafte EM-Erinnerung. Die Entäuschung sei groß und das Team hätte viel einstecken müssen. "Aber da müssen wir drüberstehen als Berufssportler. Einige Medien haben sogar Teamchef Marcel Koller infrage gestellt, das hat mich schon überrascht. Die Beurteilung ist typisch österreichisch gewesen - ein Schwarz-Weiß-Denken," so Janko.

"Es wird sich zeigen, wer hinter uns steht"
Vor allem der riesigen Erwartungshaltung konnte das ÖFB-Team nicht gerecht werden. Der Druck war wohl zu groß und nicht zuletzt aufgrund des ausbleibenden Erfolges gab es sehr wohl Diskussionen in der Mannschaft: "Natürlich war die Stimmung nicht überragend, aber Spannungen gab es 0,0 Prozent. Wir sind weiter eine harmonisierende Gemeinschaft, daran hat sich nichts geändert." Fliegende Teller hätte es nie gegeben, das sei frei erfunden. Wichtig sei es jetzt die Fans wieder ins Boot zu holen: "Ich zähle weiter auf die Unterstützung der Fans. Es wird sich zeigen, wer wirklich hinter uns steht, und wer nur ein Schönwetterfan ist."

Russland als "Traumziel"
Ein Rücktritt steht für Marc Janko derzeit nicht im Raum. Marcel Koller hat hier das letzte Wort. Und was die Nachfolge von Christian Fuchs betrifft, beschäftigt sich der 33-jährige kaum mit der Frage, ist die Schleife doch mehr von symbolischem Wert. Viel wichtiger sei es jetzt wieder zusammenzufinden und sich auf die anstehende WM-Quali zu konzentrieren. Die WM in Russland bezeichnet Janko als "absolutes Traumziel".