Immer brutaler

Frings attackiert Löw erneut

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Werders Nationalspieler heizt die Stimmung weiter an: Lob für Ballack, weiter harte Kritik an Bundestrainer Löw.

Werder Bremens Mittelfeld-Routinier Torsten Frings hat nach dem Champions-League-Spiel des deutschen Vizemeisters bei Panathinaikos Athen (2:2) am Mittwochabend erneut DFB-Bundestrainer Joachim Löw verbal attackiert und gleichzeitig den deutschen Teamkapitän Michael Ballack verteidigt. Mit mehreren Aussagen heizte der beleidigte 78-fache DFB-Teamspieler den seit Tagen eskalierenden Streit im Team des Vize-Europameisters erneut an.

Jogi-Witze
Mit dem Handy in der Hand schlenderte Frings kurz nach Mitternacht aus den Katakomben des Athener Olympiastadions und witzelte: "Das ist Jogi Löw gewesen, er hat mir zu meiner Leistung gratuliert." Doch mit jeder Frage nach seiner Zukunft in der Nationalmannschaft und zu Löw steigerte sich Frings' Ärger. "Er merkt auch, wenn etwas nicht korrekt abläuft", sagte Frings zu der von Kapitän Ballack in einem Interview geäußerten Kritik am Bundestrainer. "Wenn er meint, etwas läuft nicht korrekt ab, dass er dann was sagen muss, das ist sein gutes Recht", meinte der Bremer.

Kritik
In Anspielung auf den Ärger um Kevin Kuranyis Flucht aus dem Nationalteam, seine eigene Rücktrittsdrohung und Ballacks Aussagen erklärte Frings zudem: "Das ist ja nicht umsonst so, dass solche Entscheidungen getroffen worden sind, dass gestandene Spieler sauer sind, sich aufregen oder etwas einfordern." Und Frings forderte: "Vielleicht sollte man sich auch mal Gedanken machen, warum das so ist."

Dass Chelsea-Legionär Ballack ihm per Interview beigesprungen ist, hat Frings offensichtlich gut getan, ihn aber wohl auch zu der erneuten Kritik angestachelt. "Michael ist mein Freund, wir haben öfter Kontakt", sagte der 31-Jährige. "Wir haben zusammen in der U21 gespielt, wir waren jahrelang ein Super-Gespann in der Nationalmannschaft. Und er kann das auch nicht verstehen, dass ich nicht gespielt habe. Ein gutes Gespann wird auseinandergerissen."

Team-Comeback nicht in Sicht
Dass Frings wieder in den Kreis des Nationalteams zurückkehrt, ist derzeit schwer vorstellbar, auch wenn er über seinen angedrohten Rücktritt noch nicht entschieden hat. "Das ist nicht so wichtig, dass ich darüber Tag und Nacht nachdenke", behauptete der Clubkollege der beiden ÖFB-Teamspieler Sebastian Prödl und Martin Harnik.

Ohne Details verraten zu wollen, klagte Frings erneut über seinen Kurzeinsatz im WM-Qualifikationsspiel gegen Russland und die Nichtberücksichtigung gegen Wales: "Was mich aufregt, ist die Art und Weise, wie man das mit mir gemacht hat, wie man mit mir umgesprungen ist. So etwas geht einfach nicht." Frings erklärte, er habe sich "nie beschwert, dass ich nicht gespielt habe oder dass ich den Konkurrenzkampf nicht annehme. Ich bin seit zehn, elf Jahren Profi und ich habe noch nie etwas geschenkt bekommen. Ich musste mich immer dem Konkurrenzkampf stellen und habe mich immer durchgesetzt."

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