Austria in Favoritenrolle gegen Ried

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Austria in Favoritenrolle gegen Ried

Auf die Austria warten in der Fußball-Bundesliga Spiele, in denen die Rollen klar verteilt sind.

Die Violetten gehen am Sonntag (17.00 Uhr im Sport24-LIVE-Ticker) im ersten Heimspiel der neuen Saison gegen die SV Ried als Favorit in die Partie. Auch in den darauffolgenden Partien gegen die Admira und die WSG Tirol sollten Zähler gesammelt werden.
 
Peter Stöger nahm den Auftrag gerne an. "Wenn man das als Last oder Bürde sieht, ist man hier beim falschen Club", sagte der General Manager Sport der Wiener. Mit Ried gebe es eine Aufgabe, mit der man "klarkommen muss". Dieser Herausforderung stelle man sich. Der Aufsteiger aus dem Innviertel hat im Gegensatz zur Austria, die zum Saisonauftakt beim LASK ein 0:1 kassierte, ihr Erfolgserlebnis schon gefeiert.
 

"David gegen Goliath"

Das 3:2 gegen die WSG Tirol dank eines Treffers tief in der Nachspielzeit war für Trainer Gerald Baumgartner "Gold wert". Gegen die Austria und Salzburg warten auf die Oberösterreicher nun Partien, in denen sie aus der Ausgangslage als Underdog überraschen wollen. Baumgartner sprach vor der Reise nach Wien von einem Duell "David gegen Goliath". In der eigenen Spielhälfte die Räume eng machen und vorne Nadelstiche setzen, laute das Rieder Motto. "Wenn uns das gelingt, nehmen wir jeden Punkt natürlich gerne mit", meinte Baumgartner.
 
Die Rieder befinden sich in der Generali Arena in einer Situation, in der sie in den vergangenen Jahren nur selten waren. In der 2. Liga waren sie stets als Spielgestalter gefordert. Diesen Part wird am Sonntag aller Voraussicht nach die Austria übernehmen. Baumgartner, als Spieler (1987-1989) und Trainer (2014/15) bereits für die Violetten tätig, sah den Gegner gegen seine Elf schon unter Zugzwang.
 

Stöger: "Müssen noch etwas drauflegen"

Die Austria habe sich in Linz freilich stark verbessert gezeigt, urteilte der Ried-Coach. "Spielerisch sind sie sehr gut drauf, sie haben eine starke Offensive." Ried will diese mit der gegen Wattens gezeigten Fünferkette nicht zur Geltung kommen lassen. Vorne hat die Spielvereinigung mit Marco Grüll und Bernd Gschweidl schnelle Spitzen.
 
Bei der Austria könnte Markus Suttner einlaufen, nachdem der Linksverteidiger vor einer Woche wegen muskulären Problemen noch pausierte. Georg Teigl ist ebenfalls eine Option für die Startelf. Stöger erhoffte nach dem zuletzt Gezeigten eine weitere Steigerung. "Sollten wir noch etwas drauflegen, sehe ich gute Chancen, dass wir das Spiel gewinnen", meinte der Chefcoach. Er will eine offensiv orientierte Elf aufbieten. "Wir versuchen, etwas in den eigenen Händen zu haben, um Spiele zu entscheiden", beschrieb Stöger das anvisierte Ziel bei der Entwicklung.
 

Sponsoren verzichteten auf Freikarten

3.000 Zuschauer darf die Austria in die Arena einlassen. Die Osttribüne wurde vom Steh- zum Sitzplatzsektor umgebaut. Bis auf den eigenen Sitzplatz herrscht Maskenpflicht im ganzen Stadion. Vorstand Markus Kraetschmer zeigte sich in Zeiten der Corona-Beschränkungen glücklich, dass die Zeit der Geisterspiele vorerst vorbei ist. Sponsoren haben auf Freikarten verzichtet, jeder Fan, der ein Abo hat, sollte am Sonntag einen Sitzplatz finden.
 
Kraetschmer appellierte an die Eigenverantwortung der Anhängerschaft "auch vor und nach dem Spiel diszipliniert zu sein". Menschenansammlungen um das Stadion und den naheliegenden Lokalitäten sollten vermieden werden. Das ursprüngliche, in wochenlanger Arbeit erarbeitete Stadionkonzept der Austria sah rund 7.500 Besucher bei Spielen vor. Die Hoffnung darauf hat Kraetschmer nicht aufgegeben. "Unser Ziel ist es, dass wir das Stadion wieder füllen können", hielt der Manager fest. Verein und Fans seien gleichsam gefordert. "Wir werden hoffentlich beweisen, dass es funktionieren kann."