Rapid: Canadi rasiert Ikone Hofmann

Trotz Krise

Rapid: Canadi rasiert Ikone Hofmann

Trotz Krise: Rapid-Kapitän ist bei Trainer Canadi nicht mehr erste Wahl.

Der Rekordmeister ist am Boden: Rapid Wien peilte zu Saisonbeginn den Titel an, jetzt liegen sie 20 Punkte hinter Leader Salzburg. Auch der Trainerwechsel stoppte den Tiefflug nicht. Ganz im Gegenteil: Damir Canadis Bilanz ist noch schlechter als die seines Vorgängers Mike Büskens.

Nur neun Punkte aus neun Spielen bei zwei Siegen. Und am Sonntag kommen die Meister-"Bullen" ins Weststadion. "Wir sollten Salzburg als Chance sehen, aus der Krise zu kommen", sagt Canadi, der aber im Spitzenspiel erneut nicht auf Steffen Hofmann setzen wird.

Obwohl der nach zwei Verletzungen im Herbst wieder topfit ist und in der Vorbereitung einer der Fleißigsten war, plant Canadi offenbar nicht mehr mit der Rapid-Ikone. In den drei Ligaspielen 2017 kam er nur zu zwei Kurzeinsätzen.

Hofmann traut sich zu, 
der Mannschaft zu helfen

Hofmann sagt: "Ich würde mir durchaus zutrauen, der Mannschaft zu helfen." Doch für Canadi ist Steffen ­offenbar nicht mehr schnell genug. Sollte es gegen Salzburg die nächste Pleite geben, könnte für Canadi der "Fall Hofmann" aber zum Bumerang werden. Der 36-Jährige ist Publikumsliebling. Im Interview spricht er über seine Situation.

ÖSTERREICH: Herr Hofmann, sind Sie nicht mehr gut genug für Rapid?

Steffen Hofmann: Da müssen Sie den Trainer fragen. Er ist der Chef.

ÖSTERREICH: Anders gefragt: Würden Sie sich zutrauen, der Mannschaft zu helfen?

Hofmann: Auf alle Fälle. Ich bin voll fit und würde natürlich gerne von Beginn an spielen.

ÖSTERREICH: Hat Ihnen der Trainer für Ihr Reservistendasein eine Begründung geliefert?

Hofmann: Der Trainer hat mir zu Beginn der Saison gesagt, dass er mich als Ergänzungsspieler sieht. Ich versuche jeden Tag im Training, und wenn ich spiele, das Beste zu geben. Das Wichtigste wird einfach sein, dass wir als Rapid ­wieder gefestigt aus dieser Situation herauskommen. Da geht es nicht um mich.

ÖSTERREICH: Werden Sie jetzt im Sommer Ihre Karriere beenden?

Hofmann: Ich habe nie gesagt, dass ich im Sommer aufhöre. Ich habe gesagt, dass ich nach Saisonende einmal schauen werde, wie es mir geht. Und im Moment geht es mir gut.