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Klub bestätigt

Damir Canadi ist neuer Rapid-Trainer

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Jetzt ist es offiziell: Altachs Erfolgstrainer übernimmt bei Grün-Weiß.

Der SK Rapid hat einen neuen Trainer: Wie erwartet, schnappt sich der Rekordmeister Damir Canadi vom SCR Altach. Er folgt damit Mike Büskens, der am Montag ebenso wie Sportdirektor Andreas Müller entlassen wurde, und erhält "einen Vertrag bis zunächst Sommer 2018", wie die Hütteldorfer am Freitagvormittag mitteilten.

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Der gebürtige Wiener bedankte sich bei seinem bisherigen Arbeitgeber, den er dank Ausstiegsklausel verlassen konnte: "Ich möchte dem SCR Altach herzlich für die erfolgreiche Zusammenarbeit danken und wünsche dem Klub auch weiterhin alles Gute."

Die Herausforderung Rapid habe er jedoch annehmen müssen: "Ich bin überzeugt, dass wir hier gemeinsam auch aufgrund der hervorragenden Rahmenbedingungen tolle Erfolge feiern können." Präsident Michael Krammer freute sich: "Mit Canadi konnten wir unseren absoluten Wunschkandidaten für uns gewinnen, er hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er als Trainer über herausragende Qualitäten verfügt und mit der Größe seiner Aufgaben mitwächst."

"Absoluter Wunschkandidat"

Bei Altach wird Werner Grabherr gemeinsam mit Dietmar Berchtold das Coaching der Mannschaft übernehmen, bis eine Nachfolgelösung gefunden ist. "Wir sind am Mittwoch informiert worden, dass Damir Canadi mit sofortiger Wirkung zum SK Rapid Wien wechseln möchte", erklärte Georg Zellhofer, Geschäftsführer Sport beim SCRA.

"Es gibt keinen guten Zeitpunkt für eine Trennung, aber wir respektieren und akzeptieren diese Entscheidung. Die vier Jahre mit Damir waren die erfolgreichsten in der Altacher Club-Geschichte und dafür möchten wir uns bei ihm und (Co-Trainer) Martin Bernhard bedanken. Leider hat er sich für einen sofortigen Wechsel entschieden."

Rapid musste Altach eine Ablöse für das Engagement von Canadi zahlen. Sein Vertrag bei den Vorarlbergern wäre noch bis Sommer 2017 gelaufen. Laut Medienberichten sollen 300.000 Euro fällig geworden sein, um die Ausstiegsklausel zu ziehen.

Über Russland ins Rampenlicht

Canadi begann seine Trainerlaufbahn bereits im jungen Alter von 31 Jahren, nachdem er als Profi zu 19 Bundesliga-Einsätzen gekommen war. 18 bestritt der Mittelfeldspieler für den VfB Mödling in der Saison 1994/95, zuvor war er bereits Ende Mai 1989 als 19-Jähriger mit einem 17-minütigen Einsatz für die Wiener Austria zu seinem Debüt in der obersten Spielklasse gekommen.

Nach dem Einstieg als Spielertrainer beim unterklassigen SC Leopoldsdorf führte Canadi 2002/03 den DSV Fortuna 05 als Meister der Wiener Stadtliga in die Regionalliga Ost. Dies wiederholte er acht Jahre später mit dem Simmeringer SC, dazwischen wurde er in der Regionalliga Ost mit PSV bzw. FAC Team für Wien zweimal Vizemeister.

In der Saison 2008/09 war Canadi als Co-Trainer beim russischen Spitzenclub Lokomotive Moskau tätig. Nach erneuten Stationen als Chef-Coach in Wien (FAC und Simmering) wechselte er dann im Oktober 2011 nach Vorarlberg, wo er zunächst beim Erste-Liga-Club FC Lustenau engagiert war, ehe er im Jänner 2013 zum SCR Altach wechselte.

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Kann er an Erfolge anschließen?

In der Saison 2013/14 führte Canadi die Altacher zum Erste-Liga-Titel und sorgte gleich in seiner ersten Bundesliga-Saison für Furore. Mit den Vorarlbergern holte er 59 Punkte und Platz drei, knapp vor Sturm Graz und beispielsweise 16 Punkte vor der Wiener Austria. Damit spielte Altach erstmals in der Club-Geschichte international und verpasste nur knapp den Einzug in die Europa-League-Gruppenphase.

Nach dem Abrutschen auf Platz acht im Vorjahr spielt Altach nun wieder ganz vorne mit und liegt nach 14 Runden punktegleich mit Tabellenführer Sturm Graz auf Platz zwei. Gegen Rapid blieb die bisherige Canadi-Elf in den bisherigen Spielen mit einem 1:0-Heimsieg und einem 1:1 in Hütteldorf ungeschlagen.

Zuletzt sorgten die Altacher mit einem famosen 5:1-Heimsieg über Austria Wien für Furore. Solche Erfolge soll Canadi nun mit Rapid feiern.

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