Rapid hat mit der 0:2-Niederlage gegen Sturm Graz auf den Tabellenführer Boden verloren. Besonders erniedrigend war aber die Art und Weise: Ohne Schuss aufs Tor über 90 Minuten.
Vier Punkte Rückstand haben die Wiener nun, weil Albert Vallci (13.) und Seedy Jatta (52.) nach einem Patzer von Rapid-Goalie Niklas Hedl die effiziente Grazer zum verdienten Erfolg in Hütteldorf feuerten.
Obwohl Rapid deutlich mehr Spielanteile hatte, war der Grazer Sieg nie in Gefahr. "Wir waren giftiger, im Spiel nach vorne konkreter und haben die Tore gemacht. Das war entscheidend", sagte Gazibegovic. Selbiges befand Innenverteidiger Vallci, der erstmals seit fünfeinhalb Jahren wieder in der Bundesliga traf: "Wir haben die richtigen Tugenden auf den Platz gebracht. Nun ist jedem bewusst, welch große Chance wir in dieser Saison haben."
Historische Torschuss-Flaute bei Rapid
Rapid blieb indes erstmals seit fünf Jahren in einem Bundesliga-Spiel ohne Torschuss - eine Statistik, die Bände spricht. "Wir haben uns zwar in gute Positionen gebracht, die finale Entscheidung und der finale Ball im letzten Drittel waren dann aber schlecht", meinte Trainer Johannes Hoff Thorup. Seine Mannschaft sei im Spitzenspiel über 90 Minuten hinweg einfach "nicht gut genug" gewesen. "Sturm hat verdient gewonnen."
Verholfen hat den Grazern zum Erfolg auch ein schwerer Fehler von Torhüter Niklas Hedl vor dem 0:2 durch Seedy Jatta. Hoff Thorup nahm seinen Schlussmann, der aufgrund einer Formkrise im Herbst bereits einige Spiele zur Nummer zwei degradiert worden war, in Schutz: "Er war in den letzten Wochen außergewöhnlich. Wie ich ihn kenne, wird er das schnell abhaken."
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Abzuhaken gilt es für Rapid, das mit zwei Siegen perfekt in die Meistergruppe gestartet war, schnellstmöglich auch den Dämpfer am Ostersonntag. Denn bereits in einer Woche wartet in Favoriten das Derby gegen die Wiener Austria. Mit einem Sieg über die Veilchen würde wohl auch das Sturm-Spiel schnell wieder in Vergessenheit geraten.