Canadi

Bundesliga

Facebook-Aufreger: Canadi zeigt Reue

Wiener gestand vor dem Schicksalsspiel in St. Pölten Fehler ein.

"Die Leistungen unserer Mannschaft waren überwiegend in Ordnung", schrieb Damir Canadi während der Länderspielpause auf Facebook: "Ich habe uns in allen Partien als bessere Mannschaft gesehen." Mit ausgewählten Statistiken versuchte er dies zu belegen, aufzuzeigen, dass beim SK Rapid nicht alles schlecht ist.

+++ Achtes Spiel ohne Erfolg: Rapid weiterhin im freien Fall +++

Er verglich sich sogar mit den Vorgängern Mike Büskens und Zoran Barisic. Das kam nicht gut an. Canadi sei stur, hieß es mancherorts. Zumal die Fakten klar gegen ihn sprechen: Zwei Erfolge in 14 Spielen. 2017 wartet man noch immer auf einen Dreier. Mit 0,79 Zählern ist er der schlechteste grün-weiße Coach seit Einführung der Dreipunkteregel.

Vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel gegen SKN St. Pölten (1:1) präsentierte sich der Wiener bei Sky selbstkritisch: "Ich wollte Mut machen, das ist teilweise etwas anders interpretiert worden. Bei Facebook werde ich professionell betreut. Ich hätte allerdings den Text aufmerksamer lesen sollen, als es mir zugeschickt wurde. Die Statistiken hätte es nicht gebraucht."

"Das war nicht richtig"

Er bittet im Interview um Verständnis: "Wenn du sechs Partien nicht gewinnst, erhöht sich der Druck." In dieser Extremsituation habe er "vielleicht das eine oder andere Mal zu emotional reagiert - das war nicht richtig. Ich werde mich trotzdem immer vor meine Mannschaft stellen, damit sie die Ruhe hat, die sie braucht." Nun gehe es darum, so Canadi, "gemeinsam Lösungen zu finden".

In St. Pölten reichte es wieder nur zu einem Punkt: Joelinton brachte Grün-Weiß zwar in Führung, das 1:1 kurz vor der Pause traf das Team aber bis ins Mark. "Bei uns ist es momentan so, dass wir nach kleinen Rückschlägen die Stabilität verlieren, nicht mehr dranbleiben können", so Canadi über den Knackpunkt.