Rapid Wien muss im Titelrennen einen Dämpfer hinnehmen. Trotz spielerischer Überlegenheit reichte es beim TSV Hartberg nur zu einem 2:2. In einer hitzigen Partie sah TSV-Coach Schmid sogar Rot.
Rapid Wien verpasst den Anschluss an Tabellenführer Sturm Graz. Im Auswärtsspiel beim TSV Hartberg kamen die Hütteldorfer am Sonntag nicht über ein 2:2-Remis hinaus. Damit wächst der Rückstand auf die Spitze auf vier Punkte an, obwohl die Wiener über weite Strecken die dominierende Mannschaft waren. Vor allem in der ersten Halbzeit kontrollierte Rapid das Geschehen mit 74 % Ballbesitz, fing sich aber mit dem Pausenpfiff den völlig überraschenden Rückstand ein.
Abfälscher-Pech und Joker-Glück
Lukas Spendlhofer (45.) brachte die Hausherren kurz vor der Pause aus spitzem Winkel mit 1:0 in Führung. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel schlug Rapid jedoch zurück: Bendeguz Bolla (47.) hielt aus dem Rückraum drauf, sein Schuss wurde unhaltbar zum 1:1 abgefälscht. Doch die Freude währte nur kurz. Luca Pazourek (52.) besorgte nach einer Ecke die erneute Führung für den Tabellennachzügler aus Hartberg – wieder war der Ball entscheidend abgefälscht.
Schmid-Ausraster und Dahl-Ausgleich
Die Stimmung in der Profertil Arena kochte über, als Manfred Schmid (69.) wegen heftiger Kritik am Schiedsrichter die Rote Karte sah. Kurz davor hatte Petter Dahl (67.) nach Vorlage von Matthias Seidl zum 2:2-Endstand eingenetzt. In der Schlussphase warf Rapid alles nach vorne, doch weder Seidl noch der eingewechselte Ercan Kara konnten den Hartberger Abwehrriegel ein weiteres Mal knacken. Damit wartet der TSV zwar weiterhin auf den ersten Sieg in der Meistergruppe, bleibt aber der gewohnt unangenehme Gegner für die Großklubs.