krankl

Trainer-Poker

Krankl sagt Stronach ab

Entscheidung über Verbleib Krankls beim LASK fällt bis Freitag.

Mittwoch um 12.37 Uhr trafen sich Hans Krankl und Peter-Michael Reichel in St. Pölten auf der Autobahnraststätte. Bei Kaffee und Mineralwasser redeten sie über eine Stunde über Krankls Zukunft als LASK-Trainer. Krankl stellt klar: „Ich möchte beim LASK bleiben. In Linz fühle ich mich wohl. Die Leute hier lieben mich auch als Wiener. Sportlich läuft es auch gut. Aber ich will in der nächsten Saison nicht um die Plätze sieben bis neun spielen. Das kann sehr gefährlich werden.“

Deadline
LASK-Präsident Reichel denkt jetzt noch einmal über alles nach. „Spätestens bis Freitag muss und wird alles klar sein. Das ist eine große Entscheidung. Die kann ich unmöglich alleine treffen.“

Donnerstag Nachmittag gibt es ein Gespräch zwischen LASK-Mäzen Helmut Oberndorfer und Krankl. Der Bau-Unternehmer pumpt Millionen in den LASK. Und Krankl hat viel vor. „Doch mir geht’s nicht um meine Gage. Mir geht’s um die Mannschaft, um mein Trainerteam und um die Infrastruktur. Die Fans wollen auch einen starken LASK sehen. Das verdienen sie. Das Potenzial ist da.“

Forderungen
Krankl möchte Reinhard Kienast neben Heinrich Strasser noch als Cotrainer holen. Und er besteht auch auf Franz Leberbauer als fixen Fitnesscoach. Krankl sagt: „Ich habe ein Konzept, und davon weiche ich nicht ab. Ich weiß, was zu tun ist. Ich verstehe allerdings auch den Präsidenten. Der muss aufs Geld schauen.“

Absage
Ein Wechsel zum SC Magna Wr. Neustadt kommt nicht mehr in Frage. Krankl: „Mein Befürworter ist Peter Svetits gewesen. Der ist jetzt weg. Daher ist das für mich kein Thema mehr. Ich habe eine Beziehung zum LASK entwickelt – und ich habe in Linz Spaß am Job. Meine Arbeit wird auch von allen anerkannt.“

Verstärkungen
Krankl plant mindestens drei, vier Verstärkungen. „Wir müssen Baur, Vastic, Klein und Hoheneder ersetzen. Das wird nicht einfach. Und in der Bundesliga musst du im kommenden Jahr hart kämpfen. Der SC Magna mischt vermutlich vorn mit. Gegen Ried, Kapfenberg, Mattersburg muss man auch erst einmal gewinnen. Da darf man nicht allein auf die Jungen setzen.“

Vertrag bis Juni 2011
Bis zuletzt stand auch Georg Zellhofer als LASK-Trainer hoch im Kurs. Das ist nach dem „Raststätten-Gipfel“ zwischen Reichel und Krankl nicht mehr so. Der LASK versucht alles, um den Startrainer zu halten. Krankls Vertrag soll bis Juni 2011 laufen!