Rapid gibt im TV-Streit nach

Bundesliga-Aufreger

Rapid gibt im TV-Streit nach

Finanzielle Einbußen für Wiener - aber: Zuschauerquote bleibt

"Wir haben im Sinne des österreichischen Fußballs gestimmt", betont Rapid-Geschäftsführer Peschek. Nach über acht Stunden Verhandlung einigten sich die Vertreter der zwölf Liga-Teams auf einen Kompromiss. Rückblick: Erst im April 2017 beschlossen die Vertreter der Liga-Teams einen Verteilungsschlüssel. Das Ergebnis: Es werden bezüglich der Auszahlung der TV-Gelder (rund 32 Millionen Euro jährlich) neben einem Sockelbetrag (30 %), der sportliche Erfolg (30), die Zuschauerzahlen (20) und der Österreicher-Topf (20) berücksichtigt. Dieses System wollte der LASK vor Weihnachten kippen, den Zuschauerschlüssel rausstreichen. In der Abstimmung verpasste man die Zweidrittelmehrheit aber um eine einzige Stimme.

Modell bleibt, Rapid und Sturm aber mit Einbußen

Jetzt brachten der LASK und die Admira einen neuen Antrag ein - dieser wurde gestern diskutiert. Das Ergebnis: Der Antrag der beiden Teams wurde zurückgezogen, man einigte sich auf einen Kompromiss: So werden die Zuschauerzahlen weiterhin finanziell entlohnt, die Spreizung zwischen den oberen und unteren Klubs (bisher bei 2,3 Prozent) wird geringer. Heißt: Rapid und Sturm, bislang durch die hohen Zuschauerzahlen die Bestverdiener, müssen finanzielle Einbußen hinnehmen. Peschek bilanzierte trotzdem zufrieden: "Das Vier-Säulen-Modell bleibt erhalten, das ist wichtig." Die angedrohte Eigenvermarktung ist vom Tisch. (scp)