Wie im Rausch: Salzburg feiert "Toriano"

Bundesliga, 8. Runde

Wie im Rausch: Salzburg feiert "Toriano"

Auf den Kapitän ist Verlass: Soriano beendete gegen Austria Torfluch.

Bis zum ges­trigen Aufeinandertreffen zählte die Wiener Austria nicht unbedingt zu den Lieblingsgegnern von Jonatan Soriano. Zur Erinnerung: In 15 Duellen durfte er gegen die Violetten nur vier Mal jubeln.

+++ 4:1! "Bullen" fertigen die Austria ab +++

Mit seinem Triplepack beim 4:1-Erfolg von Red Bull Salzburg jedoch verbesserte der Ex-Barcelona-Kicker die Bilanz ordentlich. "Es ist nie einfach, aber gegen die Austria ist es noch schwieriger", erklärte der Spanier freudestrahlend. Er war der umjubelte Held am Sonntagnachmittag.

"Wir waren viel stärker als die Austria", so Soriano: "Wir waren effizienter vor dem Tor, das war der Unterschied." Für ihn waren es die Pflichtspiel-Treffer 166, 167 und 168 im Salzburg-Trikot - beim 191 Einsatz. Eine fast unheimliche Bilanz!

"Die halbe Miete" im Titelkampf

ÖSTERREICH-Kolumnist Toni Polster weiß: "Soriano ist die Kon­stante, ein Torjäger, den sich jede Mannschaft nur wünschen kann." Dass Trainer Oscar Garcia ebenfalls ein Spanier ist, mache die Sache zu einer "Win-win-Situation".

Aber was macht Soriano so stark? "In erster Linie die Vielseitigkeit: Er erzielt Tore mit beiden Beinen, wobei das rechte exzellent ist. Er trifft mit dem Kopf, aus Freistößen und natürlich aus Elfmetern. Wenn Jonatan in Form ist, ist er kaum auszuschalten."

Und genau das sei im Kampf um den Titel "die halbe Miete": "Es ist sehr clever, dass man diesen Mann nicht ziehen ließ", sagt Polster, nachdem sich Transferperiode für Transferperiode Gerüchte um Soriano ranken.

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Soriano meldet sich zurück

Auch im Kampf um die Torjäger-Krone meldet sich "Jonny" eindrucksvoll zurück. Zur Erinnerung: Der "Bullen"-Kapitän ist seit der Saison 2014 immer der treffsicherste Angreifer der heimischen Bundesliga.

Mit fünf Saisontoren liegt er nun hinter Alar (Sturm/7) und Oberlin (Altach/6) auf Platz drei. Ein Blick auf die Statistik verrät weiters, wie wichtig der "Tor-Rero" für die "Bullen" ist: In 12 Pflichtspielen traf er acht Mal ins Schwarze.

"Das gehört zum Fußball"

Nachdem er angeschlagen in der Schlussphase vom Platz musste, bangten die Fans bereits. Soriano gab danach jedoch leichte Entwarnung: "Das Knie tut zwar weh, aber das gehört zum Fußball dazu."

Diese Woche hat der Vater von drei Töchtern erneut Grund zur Freude: Am Samstag feiert Soriano seinen 31. Geburtstag. Am liebsten natürlich mit einem Torerfolg im Sonntags-Hit gegen Altach.