Darum passt Felix Magath zur Austria

6 Gründe

Darum passt Felix Magath zur Austria

Die Austria steht in der Trainerfrage vor einer richtungsweisenden Entscheidung.

Die Trainersuche der Wiener Austria ist offenbar beendet! nach Medienberichten wird der Felix Magath ab kommender Saison übernehmen und die Veilchen wieder in die Erfolgsspur bringen. Aber passt der deutsche Star-Coach wirklich zu den Veilchen? oe24 präsentiert sechs Gründe, warum Magath der ideale Trainer für die Veilchen wäre.

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Internationale Karriere
Nach den schlechten Erfahrungen mit den Trainer-Lehrlingen Nenad Bjelica und Gerald Baumgartner wäre mit Felix Magath wieder ein Coach mit ausreichend Erfahrung am Ruder. Der Deutsche, der einst beim HSV unter Ernst Happel gespielt hatte, trainierte bereits die deutschen Bundesligisten HSV (1995-1997), 1. FC Nürnberg (1997-1998), Werder Bremen (1998-1999), Eintracht Frankfurt (1999-2001), VfB Stuttgart (2001-2004), FC Bayern München (2004-2007), Vfl Wolfsburg (2007-2009), FC Schalke (2009-2011), Vfl Wolfsburg (2011-2012) und zuletzt den FC Fulham (2014).

Zahlreiche Erfolge
Seine Bilanz kann sich dabei sehen lassen: Mit Bayern holte er 2005 & 2006 das Double, 2009 führte er Wolfsburg überraschend zum Titel. Zudem wurde er 2003, 2004 und 2009 in Deutschland zum Trainer des Jahres gewählt. Einen Mann mit diesen internationalen Erfolgen sucht man auf Austrias Trainerliste bislang vergeblich…

Frischer Wind
Nach den Misserfolgen der letzten beiden Jahre würde den Veilchen eine Kursänderung sicherlich gut tun und im Umfeld der Austria für frischen Wind sorgen. Im Idealfall wird der Rekord-Cupsieger für Sponsoren wieder interessanter und vielleicht kann Magath sogar den einen oder anderen prominenten Spieler an den Verteilerkreis lotsen.

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Nötige Härte
Felix Magath eilt in der Branche ein wenig schmeichelhafter Ruf als ‚Diktator‘ voraus. Aufgrund seiner harten und oftmals unkonventionellen Trainingsmethoden erarbeitete er sich über die Jahre den Spitznamen ‚Quälix, der Schleifer‘. In England kursierten zu seiner Fulham-Zeit Geschichten, dass Spieler vor Erschöpfung zusammenbrachen, oder er seinem Team das Trinken während der Einheiten verboten hatte. Magath wehrt sich gegen die Vorwürfe: „Ich finde es nicht so lustig, wenn solche Schlagzeilen ein Bild von mir schaffen, das nicht wahr ist.“ Fakt ist: Magath würde mit den Austria-Kickern wohl nicht auf Kuschel-Kurs gehen und die Spieler richtig anpacken – das kann allerdings auch nach hinten losgehen.

Auge für Talente
Magath ist zwar als harter Hund bekannt, aber seine fachliche Kompetenz und sein Auge für Talente ist ebenso unbestritten. Beim VfB Stuttgart verhalf er der damaligen Bayern-Leihgabe Philipp Lahm zum Bundesliga-Debüt, dieser wurde unter ihm zum Stammspieler. Der Rest ist bekannt: Lahm wurde fester Bestandteil der Bayern, gewann auf Vereinsebene alles, was es zu gewinnen gibt und wurde im vergangenen Sommer mit Deutschland Weltmeister.

Bei Schalke 04 feierte Julian Draxler 2011 mit nur 17 Jahren sein Debüt und wurde damit zum jüngsten Bundesliga-Kicker auf Schalke. Draxler ist bei den Knappen eine fixe Größe und absolvierte mit gerade einmal 21 Jahren bereits 165 Pflichtspiele für Schalke! Sein aktueller Marktwert: 25 Millionen Euro – auch hier lag Magath goldrichtig!

Beim Vfl Wolfsburg zog Magath den damals 17-Jährigen Maximilian Arnold zu den Profis hinauf. Der 20-Jährige hält mittlerweile bei 78 Einsätzen beim VW-Klub und steigerte seinen Marktwert immerhin auf 10 Millionen Euro.

Da die Austria künftig die Jugendarbeit noch weiter intensivieren möchte, wäre ein Trainer, der auch den eigenen Nachwuchs im Auge behält alles andere als ein Fehler.

Keine Freunderlwirtschaft
Zuletzt wurde man bei Austria den Eindruck nicht los, dass ehemalige Größen - ohne offizielle Funktion – zu viel Macht im Verein haben. Unter Magath hätten Einflüsterer wohl einen schweren Stand, der Deutsche könnte – ähnlich wie Koller beim ÖFB-Team – der Freunderlwirtschaft den Kampf ansagen.

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