Hans Krankl Festnahme

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Krankl-Festnahme: Das sind die Vorwürfe der Polizei

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Riesen-Aufregung am Sonntag in Pasching: Fußball-Legende Hans Krankl wurde nach dem Liga-Hit zwischen Rapid und dem LASK vorübergehend festgenommen.

Zu einem handfesten Polizei-Eklat kam es am Sonntag nach dem Bundesliga-Spiel zwischen LASK und Rapid in Pasching. Rapid-Ikone Hans Krankl, der als Sky-TV-Experte vor Ort analysierte, wollte nach dem Spielende das Stadion im Auto verlassen. Ein Jung-Polizist verwehrte dem 69-Jährigen und seinem Cousin Otto die Ausfahrt vom VIP-Stadionparkplatz, da zeitgleich der Fan-Bus der Hütteldorfer Vorrang hatte. "Doch dieser bewegte sich nicht", stellt Krankl gegenüber oe24 klar.

Dennoch wurde unser Fußball-Held aufgefordert den Motor seines Porsche Cayenne abzudrehen. Krankl betätigte die Park-Position, es kam zu einem "Ruckler". Das war zu viel für den sichtlich angespannten Beamten, der zur Unterstützung gleich sechs weitere Kollegen zum "Tatort" herbeirief.  Mit den Worten "Herr Krankl Sie sind festgenommen" wurde der Goleador gebeten auszusteigen und alle seine Wertgegenstände abzugeben. "Ich wurde wie ein Schwerverbrecher behandelt. Es kam mir vor, als wären wir in Amerika. Ich musste die Hände aufs Dach legen", klagte der Cordoba-Held gegenüber oe24.

Krankl wurde unter den Augen der Rapid-Fans ("Wir werden für Sie als Zeugen aussagen, Herr Krankl") in das Polizei-Kammerl des Stadions gebracht. Dort erklärten ihm die Polizisten den Sachverhalt: "Der Beamte hat bereits die Anzeige abgegeben, in den nächsten drei Wochen erhalten Sie Post."

Krankl durfte daraufhin Pasching verlassen und sich am Weg nach Hause machen.

Festnahme: Das sagt die Polizei

Inzwischen meldete sich die Polizei in einer Aussendung zur Festnahme: Am 14. August 2022 wurde nach einem Hochrisikospiel in der Gemeinde Pasching eine koordinierte Abreise der Gästefans durch die Polizei vorgenommen, um die Sicherheit zu gewährleisten, so die Polizei. Dabei wollten die Beamten einen 69-jährigen Wiener mit seinem Fahrzeug anhalten. Der Lenker leistete dem deutlich gegebenen Haltezeichen nicht Folge und fuhr auf einen Polizisten zu, sagen die Beamten. Er stoppte sein Fahrzeug erst, als es bereits zu einem leichten Körperkontakt zwischen dem Beamten und der Stoßstange des Pkw gekommen war. Anschließend rollte er mit dem Fahrzeug auf zwei weitere Polizisten zu und stoppte auch dort erst nach einem neuerlichen Kontakt, so die Polizei.

In weiterer Folge wurde der 69-Jährige von der Polizei nach den Bestimmungen der Strafprozessordnung festgenommen und nach erfolgter Belehrung, Identitätsfeststellung und Sachverhaltsaufnahme wieder enthaftet. Weitere Ermittlungen folgen.

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