Youngster schießt Austria zum Sieg

Bundesliga

Youngster schießt Austria zum Sieg

Marko Kvasina erzielte das Goldtor zum 1:0 gegen Grödig.

Die Wiener Austria geht mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause der Fußball-Bundesliga. Die "Veilchen" gewannen am Samstag zum Jahresabschluss vor eigenem Publikum gegen den SV Grödig mit 1:0 (0:0) und schoben sich damit in der Tabelle an den Salzburgern vorbei auf Platz sechs. Gold-Torschütze war der erst 17-Jährige Marko Kvasina in der 77. Minute.

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Der Sieg der Austria war verdient, denn die Gastgeber hatten vor 6.128 Zuschauern von Beginn an mehr vom Spiel. In der 6. Minute fiel ein Volley von Alexander Gorgon im Strafraum zu schwach aus, in der 18. Minute zielte Fabian Koch am langen Eck vorbei und in der 26. Minute verfehlte Daniel Royer eine Flanke von Marco Meilinger nur knapp.

Am gefährlichsten wurden die Wiener kurz vor der Pause: Royer scheiterte in der 38. Minute an Grödig-Keeper Cican Stankovic (38.), Gorgon schoss allein vor Stankovic aus wenigen Metern über die Querlatte (44.).

Die Grödiger präsentierten sich vor allem vor der Pause in enttäuschender Verfassung. Nur in der 43. Minute deuteten sie ihr Können an, als Yordy Reyna nach weitem Pass von Timo Brauer der Austria-Innenverteidigung mühelos davonlief, aber in Keeper Heinz Lindner seinen Meister fand.

Nach dem Seitenwechsel gehörte die erste gefährliche Szene den Gästen. Nach einer Flanke von Christoph Martschinko misslang der Abwehrversuch von Vance Sikov, der Ball ging nur knapp über das Tor (57.). Die Austria antwortete mit einem von Stankovic parierten Suttner-Freistoß und einer von Royer leichtfertig vergebenen Großchance (70.).

So blieb es einem Teenager in seinem erst zweiten Bundesliga-Match vorbehalten, für das entscheidende Austria-Tor zu sorgen. Nach Maßflanke von Meilinger traf der zwölf Minuten zuvor eingewechselte Kvasina per Direktschuss zum 1:0. Danach hatte die Austria keine ernsthaften Probleme mehr, den Vorsprung über die Zeit zu bringen.

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Ried deklassiert Wiener Neustadt

Mit einem verdienten 6:0-(2:0)-Heimerfolg über Schlusslicht Wr. Neustadt hat die SV Ried am Samstag in der letzten Bundesligarunde des Jahres einen versöhnlichen Schlusspunkt unter einen schwierigen Herbst gesetzt. Dank Stefan Lainer (21.), Thomas Murg (40.), Clemens Walch (48.), Julius Perstaller (77., 82.) und Patrick Möschl (93.) vergrößerte Ried den Vorsprung auf den SCWN bereits auf 8 Punkte.

Die achtplatzierten Innviertler präsentierten sich vor 3.000 Zuschauern äußerst spielfreudig und sind gegen den SCWN nunmehr 19 Spiele in Folge unbesiegt. Mit dem vierten vollen Erfolg in den jüngsten sieben Partien stellte man die aufsteigende Form eindrucksvoll unter Beweis: In ebenjener Phase holte die Elf von Oliver Glasner 14 Punkte und damit um fünf mehr als in den 12 Runden davor.

Bei Wr. Neustadt hingegen war von Aufbruchsstimmung keine Spur - sechs Punkten aus den jüngsten drei Partien zum Trotz. Ried dominierte die Partie fast nach Belieben und kam durch Stürmer Thomalla in der 13. Minute auch zur bis dahin besten Chance - Vollnhofer aber parierte. Wenig später war es dann nach einem weiteren Powerplay der Hausherren und einem missglückten Befreiungsversuch des SCWN soweit: Ein herrlicher Lainer-Weitschuss senkte sich über den SCWN-Schlussmann zum 1:0 ins lange Eck (21./1. Bundesligator).

Ried, das den Spielaufbau der Neustädter im Keim erstickte, kontrollierte das Geschehen weiter, einziger Torschuss der Gäste blieb ein Versuch Dobras' aus der Ferne direkt in die Arme von "Wikinger"-Schlussmann Gebauer (31.). Sein Pendant Vollnhofer konnte vor der Pause zwar noch einen Pichler-Kopfball aus der Gefahrenzone befördern (39.), das 2:0 gegen den heranlaufenden Murg aus fünf Metern ebenfalls per Kopf aber nicht mehr verhindern (40.) - Lainer lieferte mit einer Maßflanke den Assist.

Und Ried ließ nicht mehr locker. Was Möschl mit seinem Lattenschuss noch versäumt hatte (43.), holte kurz nach Wiederbeginn Walch dank gut getimter Vorlage Thomallas aus Kurzdistanz nach (47.). Das 3:0 sollte sich als Vorentscheidung erweisen. Die Kolvidsson-Truppe war nicht in der Lage, offensiv zuzusetzen - Ex-ÖFB-Stürmer Maierhofer kam überhaupt nicht zur Geltung. Vielmehr sorgten die Hausherren noch mehrmals für Gefahr im gegnerischen Strafraum. Die beste Chance vergab vorerst Walch, der den Ball aus spitzem Winkel aber nicht mehr im Kasten unterbrachte (66.). Joker Perstaller (77., 82.) und Patrick Möschl (93.) erteilten den Gästen im Finish schließlich noch die Höchststrafe.

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Admira beendete Durststrecke gegen WAC

Die Admira hat sich im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga vor der Winterpause Luft verschafft. Die Südstädter beendeten ihre Durststrecke von zehn Spielen ohne Sieg am Samstag mit einem verdienten 2:1 (1:0) gegen den Tabellenzweiten WAC. Die Tore erzielten Richard Windbichler (43.) und Lukas Thürauer (79.) bzw. Tadej Trdina (51.).

Der WAC ist ebenfalls bereits acht Spiele sieglos, überwintert aber punktegleich mit dem neuen Dritten Altach auf dem zweiten Tabellenplatz. Auf Spitzenreiter Salzburg fehlen dem Duo vorerst acht Zähler. Die Admira findet sich weiter auf Rang neun, legte mit dem erst zweiten Heimsieg der Saison aber drei Punkte zwischen sich und Schlusslicht Wr. Neustadt.

In einer von Kampf geprägten Partie erarbeitete sich die Admira bereits in der Anfangsphase ein leichtes Chancenplus. Thürauer traf aus aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig (17.), Issiaka Ouedraogo setzte einen Kopfball zu zentral (27.). Ein Bajrami-Freistoß (16.) und ein Lackner-Schuss (29.) verfehlten das Tor knapp.

Ein Elfmeter musste die mehr als 380 Minuten andauernde Torflaute der Südstädter beenden. Kapitän Windbichler traf, nachdem sich sein WAC-Pendant Michael Sollbauer in einem Zweikampf mit Thürauer ungeschickt angestellt hatte. Ein Handspiel von Admiras Stephan Auer im Strafraum hatte Schiedsrichter Gerhard Grobelnik in der Anfangsphase noch übersehen (8.).

Einen Schuss von WAC-Routinier Joachim Standfest entschärfte Admira-Keeper Jörg Siebenhandl (10.), ein Kopfball von Silvio ging deutlich über das Tor (22.). Nach Seitenwechsel klopfte erst Jacobo beim Admira-Tor an (51.). Noch in der selben Minute gelang Trdina nach einem Corner von Manuel Kerhe der Ausgleich. Es war das fünfte Saisontor des slowenischen Stürmers, sein viertes per Kopf.

Auf der Gegenseite vergab Thürauer eine weitere Großchance (47.). Bei Schüssen von Ouedraogo (64.), Thürauer (74.) und Windbichler (82.) zeichnete sich Alexander Kofler aus. Beim entscheidenden Treffer von Thürauer war der WAC-Keeper aber machtlos. Der Admira-Spielmacher traf nach einem Querpass von Ouedraogo, den die von Eldis Bajrami irritierte WAC-Abwehr hatte passieren lassen.

Ein Schuss von Boris Hüttenbrenner strich als letzte WAC-Chance knapp über das Tor. Die beiden bisherigen Saisonduelle mit dem Ex-Team von Trainer Dietmar Kühbauer hatten die Kärntner noch mit 4:1 und 2:1 gewonnen.