Liefering

Krise bei Wacker

Liefering in Erste Liga weiter unbesiegt

Leader 1:1 in Wattens - Innsbruck nach 1:2 in Horn auf Abstiegsplatz.

Der nicht aufstiegsberechtigte FC Liefering ist in der Fußball-Erste-Liga auch nach der achten Runde als einziges Team noch ungeschlagen. Die "Jungbullen" (18 Punkte) kamen aber am Freitag trotz Überlegenheit bei Aufsteiger Wattens (9) über ein 1:1 nicht hinaus und konnten damit in der Folge vom LASK (16) von der Tabellenspitze verdrängt werden. Die Linzer gastierten zum Rundenabschluss beim FAC.
 
 Kapfenberg (16) zog mit einem knappen 1:0-Erfolg beim weiter sieglosen Schlusslicht Blau-Weiß Linz (2) vorerst mit den Linzern gleich. Austria Lustenau (15) hielt mit einem klaren 4:1-Erfolg in Wiener Neustadt (9) im Aufstiegskampf Schritt. Weiter in der Krise ist Wacker Innsbruck (6). Die Tiroler unterlagen in Horn (7) 1:2 und rutschten nach dem siebenten sieglosen Spiel in Folge auf den vorletzten Platz und somit einen Abstiegsrang zurück. Es könnte die letzte Partie des erst im Sommer verpflichteten Maurizio Jacobacci auf der Trainerbank gewesen sein.
 
Der 53-jährige Italiener schickte seine Mannschaft ein paar Minuten verspätet aufs Feld, die präsentierte sich aber weiter alles andere als ein Aufstiegskandidat und erlebte eine kalte Dusche. Eine tolle Kombination über mehrere Stationen schloss Benjamin Sulimani zur Horner Führung ab (16.). Keine zehn Minuten später bugsierte Sally Preininger den Ball mit der Brust nach Tano-Hereingabe aus kurzer Distanz über die Linie (23.). Doch es kam noch bitterer für die Gäste: Goalie Pascal Grünwald wehrte den Ball bei einer Rettungstat mit der Hand außerhalb des Strafraums ab und wurde von Schiedsrichter Rene Eisner ausgeschlossen (25.).
 
Kurioserweise waren aber die Tiroler danach deutlich besser, kamen nach Kobleder-Flanke durch Patrik Eler auch zum 1:2 (41.). In der Nachspielzeit kam Pech dazu: Eisner übersah ein klares Djordjevic-Foul im Strafraum an Thomas Pichlmann. Die Offensivbemühungen der Jacobacci-Truppe nach dem Seitenwechsel blieben unbelohnt, auf der anderen Seite verabsäumten es die Horner einige Male, den Sack endgültig zuzumachen. Die Serie von drei sieglosen Partien konnten sie aber trotzdem hinter sich lassen, im Gegensatz zu Innsbruck, wo es nach der ersten Niederlage gegen Horn in der Liga Konsequenzen geben dürfte.
 
Wattens hielt im Gernot Langes Stadion gegen Liefering vor der Pause gut mit, und die erste Offensivaktion führte auch gleich zum Torerfolg. Ein sehenswerter Halbvolley von Florian Buchacher aus mehr als 20 Metern landete genau im Eck (21.). Die Salzburger konnten erst nach der Pause antworten. Nicht einmal zehn Sekunden nach Wiederbeginn stach "Joker" Samuel Tetteh (46.), machte sein fünftes Saisontor perfekt.
 
In der Folge waren die Lieferinger gefährlicher, so landete etwa ein Schlager-Schuss an der Latte (73.). Doch auch der Aufsteiger hätte das ein oder andere Mal die Entscheidung herbeiführen können. Wattens ist damit zu Hause weiter sieglos, Liefering nun gegen Aufsteiger in der Liga schon neun Partien unbesiegt. Beim Tabellenführer konnte der 19-jährige Kroate Robert Mudrazija noch nicht eingesetzt werden, für den von NK Zagreb gekommenen Mittelfeldspieler fehlt noch die Spielgenehmigung.
 
Beim Duell von Blau-Weiß Linz und Kapfenberg war eigentlich kein Qualitätsunterschied erkennbar, spielerische Highlights waren Mangelware. Erst in der Schlussphase nahm die Partie an Fahrt auf. Nach einer Bahtic-Hereingabe spitzelte Goalgetter Sergi Arimany den Ball zum 1:0 für die Gäste gekonnt ins Eck (82.). Die Linzer hätten sich einen Punkt verdient, Sinisa Markovic ließ aber in der Nachspielzeit eine Großchance ungenützt. Die Kapfenberger kehrten nach zwei Niederlagen auf die Siegerstraße zurück und sind in der Liga gegen Blau-Weiß auch nach dem fünften Duell unbesiegt.
 
Lustenau legte in Wiener Neustadt einen Fehlstart hin. Einen nach Haring-Foul an Bernd Gschweidl verhängten Elfmeter verwertete Florian Sittsam souverän (12.). Die Vorarlberger brauchten ihre Zeit, um richtig ins Spiel zu finden, und kamen nach einer akrobatischen Einlage von Ilkay Durmus zum Ausgleich (36.). Nach dem Seitenwechsel setzte sich die größere Klasse der Chabbi-Truppe durch. Pius Grabher (55.), Bruno (58.) und Raphael Dwamena (76.) sorgten innerhalb von etwas mehr als 20 Minuten für klare Verhältnisse. Neustadt scheint Lustenau also weiter zu liegen, vergangene Saison waren die Vorarlberger im direkten Duell unbesiegt geblieben.