Geister-Spiel & Janko-Aus drohen

EM-Qualifikation

Geister-Spiel & Janko-Aus drohen

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Vor dem Match gegen Aserbaidschan geht die Angst vor einer Mega-Pleite um.

Erst 20.000 Karten sind für unser wichtiges EM-Qualifikationsmatch morgen im Happel-Stadion gegen Aserbaidschan verkauft (20.30 Uhr, live in ORF 1). Damit droht ein Geisterspiel. Und das ist bei Weitem nicht das einzige Problem – die Vorzeichen stehen schlecht.

Janko: „Probiere alles – aber es ist schwierig …“
Horrornachrichten gibt es auch aus dem Teamcamp in Bad Tatzmannsdorf: Wie berichtet hat sich Superstar Marc Janko (27) an den Adduktoren verletzt. Der Einsatz des Top-Stürmers ist mehr als fraglich. Der Teamkapitän konnte auch gestern nicht trainieren. Janko wird rund um die Uhr behandelt. Er sagt: „Ich probiere alles, damit ich fit werde – doch ich kann das schwer abschätzen.“ Die Zeit wird verdammt knapp: Heute übersiedelt das Team nach Wien ins Hotel Hilton Danube. Wenn Marc auch das Abschlusstraining (17.30 Uhr) nicht mitmacht, ist er am Freitag sicher nicht dabei. Da müsste Didi Constantini (55) noch einmal sein System und die Taktik überdenken. Denn: Diesmal war fast alles auf Janko zugeschnitten. Der Teamchef: „Ich warte jetzt einmal ab. Verletzungen gehören leider dazu …“

Die ÖFB-Spitze hat sich gewaltig verspekuliert
Die Stimmung war schon besser in der Nationalmannschaft. Der ÖFB hat sich schwer verschätzt. Alle fragen sich, warum man gegen Aserbaidschan nicht in einem kleineren Stadion spielt?

ÖSTERREICH-Kolumnist Hans Krankl kritisiert: „Ins Happel-Stadion zu gehen, ist ein Fehler gewesen. So verschenkt man auch den Heimvorteil. Im Prater rührt sich nur dann etwas, wenn mindestens 30.000 Zuschauer kommen.“

Unsere Stars haben noch die Fan-Pfiffe in den Ohren
Morgen werden es rund 22.000 sein. Wie zuletzt beim 2:0 in Salzburg gegen Kasachstan. Die Rechnung von ÖFB-Generaldirektor Alfred Ludwig (60) ging nicht auf. Er hatte damit spekuliert, dass das Team die Kasachen wegschießen und eine neue Euphorie entfachen würde. Beides ist nicht passiert.

Unsere Spieler haben noch die Reaktionen der Fans in Salzburg in den Ohren. Selten zuvor hatte es so ein Pfeifkonzert gegeben. Und das nach 25 Minuten! Paul Scharner (30) gestern: „Wir stehen in der Pflicht, das ist klar. Aber man muss auch Geduld haben. Wir haben viele junge Spieler, denen die internationale Reife fehlt. Der Druck ist für einige ungewohnt.“ Versagensängste?

Constantini: „Alles, nur kein zweites Zitterspiel“
Constantini meint: „Die negativen Phasen in einem Match sind normal. Da muss man als Profi durch. Und etwaige Pfiffe dürfen kein Problem sein. Die Fans haben alle Rechte.“

Didi hofft, dass sein Team das Publikum morgen für sich gewinnt – mit einem Blitzstart. Constantini: „Es muss nicht wieder so eine Zitterpartie sein …“

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