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Bundesliga

Glücklicher Rapid-Sieg über Sturm

Der SK Rapid hat nach einem glücklichen 2:1-(1:1)-Heimerfolg gegen Sturm Graz die Tabellenführung übernommen.

In einer von Schiedsrichter-Fehlentscheidungen geprägten Partie stellte Steffen Hofmann aus einem Elfmeter (82.) den Sieg der Grün-Weißen sicher, Mario Bazina (35.) hatte zuvor die Führung der Grazer durch Thomas Krammer (30.) ausgeglichen. Mit Jakob Jantscher und Samir Muratovic sahen zwei Sturm-Kicker Gelb-Rot.

Die Grün-Weißen aus Wien liegen vor den Wochenend-Partien nun zwei Zähler vor Meister Red Bull Salzburg an der Tabellenspitze. Für Winterkönig Sturm sind die Titelträume nach der vierten Niederlage in der fünften Frühjahrspartie wohl beendet. Als Fünfter liegen die Steirer bereits acht Punkte hinter Rapid.

Sturm mit besseren Chancen
20 Minuten dauerte das Abtasten im mit 17.500 Zuschauern ausverkauften Hanappi-Stadion, in denen die Schiedsrichter-Diskussion nach einem von Referee Thomas Einwaller zu Unrecht wegen angeblichem Abseits aberkannten Krammer-Treffer (7.) erneut angefacht wurde. Ein Lattenschuss des anstelle von Salmutter (verletzt) aufgebotenen Jantscher (26.) nach Patzern von Patocka und Thonhofer leitete jedoch eine bis zum Pausenpfiff unterhaltsame Partie ein.

Nachdem Rapid durch Maierhofer (29.) die erste Großchance ungenutzt ließ, schlugen die kombinationsstarken Grazer zu: Krammer verwertete die ideale Vorarbeit des quirligen Jantscher. Rapid wirkte angeschlagen, ein Fehler der Sturm-Defensive ebnete den Hütteldorfern jedoch den Ausgleich. Kienzl und Muratovic ließen nach einem Sturm-Eckball im Doppelpack die Chance auf das 2:0 ungenutzt, den Abschlag von Payer ließ Prettenthaler passieren, Bazina verwertete im Alleingang zum 1:1.

Ausschluss bringt Wende
Ein umstrittener Ausschluss leitete eine Rapid-Drangperiode bis zum Seitenwechsel ein: Der bereits in der zweiten Spielminute verwarnte Jantscher sah nach einem Dutzend-Foul an Thonhofer Gelb-Rot (37.). Rapid witterte die Chance auf die Führung, Maierhofer (42.) setzte per Kopf neben das Tor, einen Bazina-Schuss (45.) lenkte Sonnleitner gerade noch über die Latte.

Mit einem Mann weniger schien der Winterkönig aus der Steiermark mit dem Punkt zufrieden und verlegte sich auf das Konter-Spiel, das durch einen Stangenschuss von Prettenthaler (79.) fast noch gekrönt worden wäre. Rapid-Coach Peter Pacult setzte die Tabellenführung vor Augen auf Angriff und brachte mit Hoffer und Korkmaz anstelle von Boskovic und Kavlak frische Offensiv-Kräfte.

Schiri-Skandal
Diese Pfeifenmänner! Die Fehlentscheidungen in der Liga gehen weiter. Höhepunkt: Thomas Einwaller beim Hit Rapid gegen Sturm.

Kein Abseits
Bereits in der siebenten Minute stockte den Rapid-Fans der Atem. Sturms Krammer brachte die Gäste mit 1:0 in Führung! Doch Schiri Einwaller und seine Linienrichter pennten – Abseits! Doch die TV-Bilder (rechts) beweisen: Das Tor war zu geben! Schiedsrichter Einwaller gesteht nach dem heißen Liga-Knaller: „Das war kein Abseits!“ Doch der Tiroler schockte die Gäste aus der Steiermark mit noch gröberen Fehlpfiffen. Nach 37. Minuten schickte der Pfeifenmann Sturms Jantscher nach einem Dutzend-Foul vom Platz! Einwaller: „Der Begriff Fingerspitzengefühl steht nicht im Regelbuch!“

Kein Elfer
Nach der Pause setzte sich der schwache Unparteiische mit weiteren Fehlpfiffen in Szene. Höhepunkt: In der 81. Minute wird Hoffer klar vor dem Strafraum von Sturm-Verteidiger Prettenthaler niedergerissen, dennoch zeigt Einwaller auf den Punkt. „Sünder“ Prettenthaler: „Wir wurden ganz klar betrogen! Die Attacke vor dem Elfmeter hat zwei Meter vor dem Strafraum begonnen!“ Sturm-Trainer Foda schäumte nach der 1:2-Pleite („Pfiffe haben uns Punkt geraubt“), Rapid-Trainer Peter Pacult blieb dieses Mal cool. „Schlussendlich gehen wir aber als Sieger vom Platz, weil wir um ein Tor mehr erzielt haben!“

Kein Kommentar
Während Siegtorschütze Steffen Hofmann über den Schiedsrichter kein Kommentar abgeben wollte, stand der Mann in Schwarz zu seiner Entscheidung: „Es ist eine haarige Situation. Aber meiner Meinung nach kann man den Elfer geben!“