Markus Heikkinen (Rapid/l) gegen Jonathan  Jaqua (Altach/r)

Bundesliga

Grün-Weiß verpasste Sprung an die Spitze

Die Altacher siegten dank eines späten Treffers durch Jaqua 2:1.

SK Rapid hat am Sonntag den Sprung an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga verpasst. Die Hütteldorfer mussten sich zum Abschluss der 25. Runde auswärts SCR Altach durch Treffer von Kirchler (28./Elfmeter) und Jaqua (88.) bzw. Boskovic (68.) mit 1:2 geschlagen geben und liegen damit als Vierter zwei Punkte hinter dem Führungsduo LASK und Austria.

Die achtplatzierten Vorarlberger dagegen haben dank ihres ersten Sieges nach sechs erfolglosen Partien bereits einen Sieben-Punkte-Polster auf Schlusslicht Austria Kärnten. Rapid wiederum ging erstmals nach drei Spielen wieder als Verlierer vom Platz.

Kirchler als Held
Held des Tages war der 37-jährige Roland Kirchler, der Altach in Führung brachte und dann den Siegestreffer optimal vorbereitete, als er Tokic im Finish mühelos davonlief und für Jaqua ablegte. Der im Winter verpflichtete US-amerikanische Teamspieler verwertete mühelos aus kurzer Distanz und hält damit bei zwei Treffern in zwei Spielen.

Kritik für Schiedsrichter
Haben sich die Rapidler das 1:2 selbst zuzuschreiben, so haderten sie beim ersten Gegentreffer wohl zurecht mit Schiedsrichter Brugger. Der Referee entschied in der 26. Minute auf Strafstoß, obwohl Katzer knapp innerhalb des Strafraums den Ball gespielt und nicht Hutwelker getroffen hatte.

Rund zwei Minuten später gab der Referee den Ball nach heftigen Rapid-Protesten frei, obwohl Payer noch nicht richtig postiert war - während Kirchler Anlauf nahm, stand der Goalie noch hinter der Torlinie mit dem Rücken zum Schützen. Payer eilte zwar auf seine Position zurück, den Treffer konnte er aber nicht mehr verhindern, womit die Altacher im dritten Saison-Versuch erstmals vom Punkt trafen.

Rapid-Tor mit Schönheitsfehler
Doch auch das Rapid-Tor hatte zumindest einen Schönheitsfehler. Hoffer traf Altach-Innenverteidiger Carreno im Strafraum unabsichtlich mit den Stollen im Gesicht, es folgte aber kein Freistoß, sondern Einwurf für Rapid. Dober warf den Ball zur Mitte, der zur Pause eingewechselte Maierhofer verlängerte per Kopf, das Spielgerät kam über Umwege zu Boskovic und der Montenegriner schoss aus kurzer Distanz ein, als Carreno gerade außerhalb des Spielfeldes verarztet wurde.

Nach dem Ausgleich schien Rapid dem Siegestor eigentlich näher, hatte mehr Spielanteile, ließ sich aber im Finish noch überraschen. Ein weiterer Wermutstropfen war die Verletzung von Kavlak. Der ÖFB-Teamspieler war nach einem Zweikampf mit Hutwelker unglücklich auf die Schulter gefallen und musste noch vor der Pause durch Korkmaz ersetzt werden.