Beim FC Bayern ist die Zukunft von Alexander Nübel endgültig entschieden.
Obwohl der 29-Jährige mit starken Leistungen beim VfB Stuttgart überzeugte und sich mit den Schwaben sogar für die Champions League qualifizierte, plant der deutsche Rekordmeister nicht mehr mit ihm. Sportdirektor Christoph Freund bestätigte nun indirekt, dass Nübel in der kommenden Saison keine Perspektive in München haben wird.
„Wir hatten einen Austausch mit seinem Management und auch Alex weiß Bescheid, wie unsere Planungen sind“, erklärte Freund am Samstag. Hintergrund der Aussagen ist die aktuelle Torwartplanung der Münchner: Sowohl Manuel Neuer als auch Ersatzkeeper Sven Ulreich verlängerten ihre Verträge kürzlich um ein weiteres Jahr. Gleichzeitig soll Youngster Jonas Urbig künftig stärker aufgebaut werden und als Nummer zwei mehr Spielpraxis erhalten.
Damit bleibt für Nübel beim FC Bayern praktisch kein Platz mehr im Kader. „Wir gehen mit dem Torwart-Trio in die nächste Saison, das ist der Plan“, stellte Freund klar. Gemeint sind Neuer, Ulreich und Urbig. Für Nübel bedeutet das trotz eines langfristigen Vertrags bis 2030 wohl das endgültige Aus in München.
Ungewisse Zukunft
Der frühere Schalke-Torwart war 2020 als potenzieller Neuer-Nachfolger verpflichtet worden, konnte sich beim FC Bayern jedoch nie dauerhaft durchsetzen. Nach Leihen zur AS Monaco und zuletzt zum VfB Stuttgart sammelte er zwar wichtige Erfahrung und stabilisierte sein Niveau deutlich, die Verantwortlichen in München setzen offenbar trotzdem weiterhin auf Manuel Neuer – trotz dessen mittlerweile 40 Jahren.
Besonders bitter dürfte die Entscheidung für Nübel sein, weil er in Stuttgart eine starke Saison spielte und maßgeblichen Anteil am erneuten Einzug in die Champions League hatte. Präsident Herbert Hainer äußerte sich am Rande der Meisterfeier ebenfalls zur Situation des Keepers, ohne allerdings konkrete Zukunftspläne zu verraten.
Damit deutet vieles darauf hin, dass Nübel im Sommer erneut vor einem Wechsel steht. Ob Stuttgart den Nationaltorhüter dauerhaft verpflichten möchte oder andere Interessenten ins Rennen einsteigen, bleibt offen. Klar scheint jedoch: Seine Zukunft liegt wohl nicht mehr an der Säbener Straße.