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Darum boykottiert Dortmund die "Bullen"

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BVB-Fans werden Auswärtsspiel in Leipzig nicht besuchen. Die Gründe.

Sie steht für den harten Kern von Borussia Dortmund: die Südtribüne. Wie eine gelbe Wand bäumt sie sich vor dem Gegner auf, unterstützt das eigene Team lautstark. Nun macht sie Stimmung gegen Aufsteiger RB Leipzig. Aber warum?

In einer Aussendung begründet das Fan-Bündnis "Südtribüne Dortmund" den Boykott. Darin heißt es: "Es ist ein Skandal, dass eine rein kommerzielle Marketingaußenstelle eines österreichischen Getränkeherstellers tatsächlich in Deutschlands höchster Spielklasse antreten darf."

Das Konstrukt des Red-Bull-Klubs widerspreche allem, "was wir mit Fußball verbinden". Es gebe daher nur eine Konsequenz. "Wir kaufen keine Eintrittskarten und besuchen nicht das Auswärtsspiel unseres BVB am zweiten Spieltag in Leipzig", lassen die Fans ausrichten.

Leipzig lässt Kritik kalt

Ohne Anhang wird Dortmund trotzdem nicht nach Leipzig reisen: Die 4.300 Tickets für Mitglieder waren innerhalb kürzester Zeit vergriffen. "Bullen"-Sportchef Ralf Rangnick erwartet beim Heim-Debüt am 10. September ein volles Haus - auf die Kritik reagiert er gelassen.

"Fans, die ihre Teams auswärts nicht begleiten, schaden damit vor allem der eigenen Mannschaft. Uns ist das egal, ob Fans des BVB kommen oder nicht", meint Rangnick gegenüber der "Mitteldeutschen Zeitung".

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