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Hooligan-Eklat: BVB droht Hammer-Strafe

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Übergriffe gegen Leipziger Anhänger könnten drakonische Folgen haben.

Beim Topspiel (1:0) gegen RB Leipzig eskalierte die Gewalt: Hooligans von Borussia Dortmund griffen Fans der Gäste an, machten selbst von Frauen sowie Kindern nicht Halt, bewarfen diese mit Dosen und Steinen. Deutschland reagierte geschockt auf die Hass-Attacken. Nun droht dem Klub eine Mega-Strafe.

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Wie das Fachmagazin Kicker berichtet, könnte das DFB-Sportgericht eine Sperrung der kompletten "Süd"-Tribüne für eine Partie aussprechen. Dort nimmt für gewöhnlich der harte Kern der Anhänger Platz und bildet die "Gelbe Wand." Grund ist die Schwere des Vergehens.

Erschwerend kommt hinzu, dass der BVB wegen einer Pyrotechnik-Bestrafungen aus dem DFB-Pokal-Finale gegen Bayern bis Ende Mai 2017 unter Bewährung steht. Dem Bericht zufolge, ist bis Freitag mit einem Antrag des Kontrollausschusses zu rechnen. Nächste Woche würden die Verhandlungen beginnen.

Video-Botschaft gegen Hass

Dortmund jedenfalls distanzierte sich von den Vorfällen: Per Videobotschaft richtete sich Kapitän Marcel Schmelzer vor dem Pokal-Krimi gegen Hertha (3:2) an die Fans. "Wir Spieler sind entsetzt über das, was passiert ist. Denn so etwas kennen wir gar nicht von euch", sagte er kurz vor Anpfiff.

Im Namen der Mannschaftskollegen sprach er den Opfern über die Leinwände sein Mitgefühl aus: "Wer mich kennt, weiß, dass ich es mag, wenn es manchmal hitzig wird - während des Spiels und rein sportlich. Aber am Samstag sind Menschen zu Schaden gekommen. Das verurteilen wir als Mannschaft. Wir entschuldigen uns dafür, was passiert ist."

Die meisten Zuschauer quittierten die Ansprache mit Applaus. Einige Fans auf der Süd-Tribüne störten sie jedoch durch Gesänge.

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