Manchester-Derby von Eklat überschattet

Fan gesperrt

Manchester-Derby von Eklat überschattet

Beim Manchester-Derby zwischen City und United kam es einem rassistischen Fan-Aussetzer.

Einen 2:1-Auswärtssieg für United hat das Manchester-Derby in der englischen Premier League gegen City gebracht. Marcus Rashford (23./Elfmeter) und Anthony Martial (29.) trafen am Samstag für die "Red Devils", die in der Tabelle Tottenham wieder von Platz fünf verdrängten. Der amtierende Meister City offenbarte offensiv Schwächen, Abwehrspieler Nicolas Otamendi (85.) traf nach einer Ecke per Kopf.

Zwar war die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola häufiger im Ballbesitz und schoss öfter auf das gegnerische Tor, weitaus effizienter waren jedoch die Gäste. City liegt in der Tabelle drei Punkte vor Chelsea auf dem dritten Platz. Der Rückstand auf Leader Liverpool beträgt bereits 14 Punkte.

Die Partie wurde von einem rassistischen Vorfall überschattet. Auf Video-Aufzeichnungen wurde ein City-Fan ausfindig gemacht, der rassistische Gesten und Affenlaute in Richtung dunkelhäutiger ManU-Spieler richtete. Das Video fand den Weg ins Netz.

Bereits zuvor wurde der Brasilianer beim Versuch einen Eckball zu treten mit Gegenständen beworfen und offenbar von einem Feuerzeug getroffen.

Der 26-Jährige fasste sich an den Nacken und verweigerte die Ausführung der Ecke. Als er wieder zur Cornerfahne ging, wurde er weiter mit Affenlauten beleidigt. Manchester City äußerte sich im Anschluss der Partie zu den Vorkommnissen. Der Guardiola-Klub verfolge eine "Null-Toleranz-Strategie" im Bezug auf Diskriminierungen jeglicher Art, heißt es in dem Statement. Dem Fan droht nun eine lebenslange Sperre.

ManU-Trainer Ole Gunnar Solskjaer sagte: "Warum sollten wir ihn nicht erziehen?", fragte er rhetorisch, "es ist nicht der Fehler von City, es ist sein Fehler. Das hat nichts mit Verein zu tun." Und weiter: "Er wurde von Kameras aufgenommen, und er sollte nie mehr Zutritt zu seinem Stadion erhalten. Das Verhalten ist inakzeptabel."