Paukenschlag in der Premier League: Die Tottenham Hotspur ziehen die Notbremse und trennen sich nach nur sechs Wochen von Igor Tudor. Der kroatische Coach muss den Londoner Klub sofort verlassen.
Die Tottenham Hotspur haben am Sonntagnachmittag offiziell bestätigt, dass der Vertrag mit Igor Tudor in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst wurde. Neben dem 47-jährigen Cheftrainer müssen auch Torwarttrainer Tomislav Rogic und Fitnesstrainer Riccardo Ragnacci ihre Posten mit sofortiger Wirkung räumen. Der Verein bedankte sich für den Einsatz des Trios und sprach Tudor sowie seiner Familie tiefstes Mitgefühl aufgrund eines kürzlich erlittenen privaten Verlusts aus.
Erfolglose Wochen in London
Tudor hatte das Team erst am 14. Februar von Thomas Frank übernommen, um die Spurs aus dem Tabellenkeller zu führen. Die Bilanz unter seiner Leitung liest sich jedoch ernüchternd: In fünf Ligaspielen holte die Mannschaft lediglich einen einzigen Punkt. Zudem bedeutete das Aus im Achtelfinale der Champions League gegen Atlético Madrid einen herben Rückschlag für den Verein. Aktuell wartet Tottenham bereits seit 13 Spielen auf einen Sieg in der Premier League und rutschte auf den 17. Tabellenplatz ab.
Hütter als möglicher Nachfolger
In der Gerüchteküche brodelt es bereits gewaltig, wer nun das Ruder beim Traditionsklub übernehmen könnte. Ein heißer Kandidat ist der Österreicher Adi Hütter. Der 56-Jährige, der in Deutschland bereits Gladbach und Eintracht Frankfurt trainierte, war zuletzt bis Oktober 2025 beim AS Monaco tätig. Für die Fans in Österreich wäre ein Engagement von Hütter in der stärksten Liga der Welt eine spannende Nachricht.
Suche nach langfristiger Lösung
Neben Hütter fällt auch immer wieder der Name Roberto De Zerbi. Der Italiener gilt als langfristige Option für die Bank der Spurs. Da De Zerbi derzeit vereinslos ist, könnte er theoretisch sofort einspringen, doch Berichten zufolge strebt er einen Start erst im Sommer an – unter der Bedingung, dass Tottenham den Klassenerhalt in der Premier League schafft. Für die Spurs beginnt damit die Suche nach dem bereits dritten Trainer in dieser laufenden Spielzeit.