Transfer-Hammer um Heinz Lindner! Der 35-jährige österreichische Routinier wechselt innerhalb der Schweiz ablösefrei zum FC Zürich und trifft dort auf einen ganz alten Bekannten aus ÖFB-Zeiten.
Der erfahrene Torhüter setzt seine Karriere definitiv in der Schweizer Super League fort. Wie der Verein am Montag offiziell bekannt gab, unterschrieb der 37-fache österreichische Nationalkeeper einen Zweijahresvertrag beim Vierten der Schweizer Abstiegsrunde. Nach einem sportlich extrem bitteren Jahr bei den Young Boys Bern, wo der Österreicher in der gesamten Saison nur in einem einzigen Pflichtspiel auf dem Rasen stand, sucht Lindner nach dem Auslaufen seines Arbeitspapieres nun eine völlig neue Herausforderung.
Für den verlässlichen Schlussmann ist der FC Zürich bereits die fünfte Station in der Schweiz. Zuvor war der Routinier im Laufe seiner Karriere schon für die Grasshoppers Zürich, den FC Basel sowie den FC Sion im Einsatz und bringt es auf die stolze Erfahrung von insgesamt 168 Einsätzen im Schweizer Oberhaus.
Wiedersehen mit ÖFB-Erfolgstrainer Marcel Koller
"Ich kenne den FCZ nur zu gut, weiß, was das für ein Kaliber ist, was in ihm schlummert. Das wollen wir in den nächsten Jahren wieder rausholen", stellte Lindner bei seiner Präsentation klar. Der Österreicher wurde bewusst als erfahrener Führungsspieler verpflichtet, um die Entwicklung der jungen Garde im Kader voranzutreiben. Er will im Training Vollgas geben, die Kollegen pushen und sofort bereit sein, wenn er gebraucht wird.
Ein ganz entscheidender Faktor für den Wechsel dürfte auch auf der Trainerbank sitzen. Zum Start der Vorbereitung übernimmt mit Marcel Koller ein absoluter Erfolgsgarant das sportliche Kommando beim FC Zürich. Lindner kennt den Coach noch bestens aus der gemeinsamen, hocherfolgreichen Zeit beim österreichischen Nationalteam.
"Marcel steht für Erfolg. Überall, wo er gearbeitet hat, war Erfolg, dementsprechend ist das ein gutes Omen, ihn hier zu wissen. Es ist auch super für mich, ich kenne ihn, weiß, was er verlangt", schwärmte der Keeper über das sportliche Wiedersehen.
Brutaler Konkurrenzkampf gegen Schweizer Riesen-Talent
Geschenkt bekommt der ÖFB-Routinier den begehrten Posten zwischen den Pfosten beim Traditionsklub aber keineswegs. Im Kampf um das begehrte Einser-Leiberl wartet ein echtes Duell der Generationen auf den gebürtigen Linzer.
Lindner muss sich in der Vorbereitung gegen den erst 20-jährigen Schweizer U21-Nationaltorhüter Silas Huber durchsetzen, der beim FC Zürich als das große Zukunftsversprechen gilt. Mit seiner Erfahrung aus internationalen Schlachten will der Österreicher den Konkurrenzkampf voll annehmen und die Nummer eins im Gehäuse des Schweizer Spitzenklubs werden.