Das war Sturms letzte Champions-League Elf

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Das war Sturms letzte Champions-League Elf

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Sturm Graz glaubt an das nächste Champions League Märchen. Jantscher, Höjlund und Co würden dafür in ganz große Fußstapfen treten. Es wäre nach über 20 Jahren wieder ein Auftritt der Steirer in der Königsklasse. Wir werfen einen Blick auf die letzte Champions-League Startaufstellung zurück.

Es war der 13. März 2001, als der SK Sturm das letzte mal in der Königsklasse auflief. Über 66.000 Zuschauer besuchten das Old Trafford in Manchester, um den sechsten Spieltag der damals noch existierenden Zwischenrunde zwischen Manchester United und Sturm Graz zu verfolgen. Die Zwischenrunde war eine weitere Gruppenphase vor dem Viertelfinale mit insgesamt sechs Spieltagen. Die Steirer beendeten damals die reguläre Gruppenphase D sensationell als Tabellenführer vor Galatasaray Istanbul, den Glasgow Rangers und dem AS Monaco.

In der Zwischenrunde folgten Kaliber wie der spätere Finalist Valencia, das legendäre Team von Manchester United und Panathinaikos Athen. Die "Schwoazn" sind unter der bereits verstorbenen Trainerlegende Ivica Osim gegen die Favoriten Valencia und United chancenlos. Nach zwei Siegen gegen Panathinaikos Athen schied man aber erhobenen Hauptes als Gruppendritter aus. Das letzte Duell gegen Manchester United mit Cheftrainer Sir Alex Ferguson endete mit 0:3 aus Sicht der Grazer. Für United trafen Nicky Butt, Teddy Sheringham und Roy Keane. Und diese Herren liefen zuletzt in der Königsklasse für Sturm Graz auf:

Kazimierz Sidorczuk: Fünf Jahre lang hielt der heute 55-jährige Pole den Kasten der Steirer sauber. Insgesamt absoliverte er 181 Spiele für die Grazer. Im Sommer 2006 beendet der Schlussmann seine Karriere im Trikot der Kapfenberger SV. Heute ist Sidorczuk als Torwart-Trainer in Gleinstätten tätig.

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Günther Neukirchner: Kennen Sie ihn? "Des is die nächste deppate Frog!" Die Sturm Legende lief insgesamt 520 Mal für die Steirer auf. Von Juli 1989 bis August 2006 trug er das Sturm-Trikot. Seine aktive Profi-Karriere ließ er beim FC Gratkorn ausklingen. Der 50-Jährige ist nach wie vor dem Verein treu geblieben und ist als Entwicklungscoach beschäftigt.

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György Korsós: Der Verteidiger war insgesamt fünf Jahre lang in Graz (170 Spiele). In Österreich folgten weitere Stationen bei Rapid, mit denen er auch sechs Gruppenspiele in der Königsklasse absolivert hat. Heute ist der 45-jährige Ungar im Burgenland beim SV Wimpassing tätig.

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Robert Ibertsberger: Der 45-jährige Salzburger hatte keine lange Karriere bei Sturm. 29 Spiele hat der 8-fache ÖFB-Teamspieler für die Grazer absolviert. Danach folgten Stationen beim FC Tirol, ein Abenteuer beim AC Venezia und den Ausklang seiner Profi-Laufbahn verbrachte er beim SC Interwetten. Zuletzt war Ibertsberger als Cheftrainer der SV Ried tätig.

Mehrdad Minavand: Der Iraner ist vergangenes Jahr im Alter von nur 45 Jahren in Folge einer Corona-Erkrankung in seiner Heimat verstorben. Für Sturm absoliverte der gelernte Verteidiger 99 Pflichtspiele. Weitere Auslandsstationen waren der RSC Charleroi in Belgien, sowie Al-Shabab in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

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Andrés Fleurquín: Der 11-fache Teamspieler Uruguays absolvierte 64 Pflichtspiele für Sturm. Champions League-Erfahrung kann der Mittelfeld-Mann auch im Dress von Galatasaray Istanbul aufweisen. Der 47-jährige war damals sogar mit 28 Millionen Schilling Ablöse der teuerste Transfer hinter Charles Amoah.

Markus Schupp: Sturm war für den Deutschen die letzte Station in seiner aktiven Karriere. Nach Stationen bei Bayern, Eintracht Frankfurt, dem HSV und dem FC Basel, ließ der Deutsche die Karriere erfolgreich in Graz ausklingen. Vier Jahre lang entzückte er die Fans des SK Sturm. Insgesamt brachte er es für Sturm auf 173 Einsätze. Von Mai 2017 bis Februar 2018 war der heute 56-Jährige als Sportdirektor beim SKN St. Pölten tätig.

Roman Mählich: Der Niederösterreicher kam 1995 vom FC Tirol und absolvierte bis zu seinem Abgang im Juli 2003 insgesamt 257 Spiele für die Steirer. Berühmte Szene aus Champions League Zeiten sind sein Gerangel mit niemand Geringerem als David Beckham. Nach seiner Karriere als Spieler stand Mählich 20 Mal als Cheftrainer von Sturm an der Seitenlinie. Heute ist der 50-Jährige als Experte im TV regelmäßig zu sehen.

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Markus Schopp: Auf annähernd gleich viele Spiele brachte es der gebürtige Grazer Markus Schopp. 268 Spiele hat der heute 48-Jährige für Sturm in den Beinen. Zwischen 1990 und 2001 - mit drei Jahren Unterbrechung beim Hamburger SV - war Schopp für Sturm im Einsatz. Bei Brescia (Italien) und den New York Red Bulls (USA) sammelte der Steirer weitere Auslandserfahrung. Zudem war Schopp bei der Geburtsstunde des FC Red Bull Salzburg dabei. Als Trainer war der 56-fache Teamspieler zuletzt beim FC Barnsley tätig.

Mario Haas: "Supermario" ist eine DER Legenden im Verein. 550 Spiele und 179 Tore machen den Grazer unvergesslich in der Steiermark. Von der Jugend an gab es in Österreich nur den SK Sturm. Auslandserfahrungen sammelte der inzwischen 47-Jährige bei Racing Straßburg in Frankreich und bei JEF United in Japan. Seine Karriere beendete er 2013 bei - richtig: Sturm. Heute gibt Haas sein Wissen an die U16 bei seinem Herzensverein weiter, sowie in der ÖFB U19-Auswahl als Co-Trainer.

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Ivica Vastic: Ein ähnliches Standing wie Stürmerkollege Haas hat Ivica Vastic. Der in Kroatien geborene Angreifer trägt in 315 Spielen satte 153 Tore bei. Parallelen gibt es ähnliche wie bei Haas. Auch Vastic heuerte in Japan (Nagoya Grampus) an. Die aktive Karriere ließ der inzwischen 52-Jährige beim LASK 2009 ausklingen. Vastic ist zudem der älteste EM-Torschütze (damals mit 38 Jahren und 257 Tagen mit dem 1:1 gegen Polen bei der EM 2008) und ist heute als Individualtrainer bei der Austria im Nachwuchs tätig.

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Ivica Osim (Trainer): Erst im Mai nahm der SK Sturm von seiner absoluten Trainer-Legende Abschied. Im Mai verstarb Osim fünf Tage vor seinem 81. Geburtstag. Für Sturm stand der in Sarajevo geborene Trainer insgesamt 383 Mal in der Coachingzone. Wie seine Schützlinge Haas und Vastic machte sich Osim in Japan einen Namen. JEF United betreute die Kultfigur 142 Spiele lang. Auch Japans Nationalteam genoss in 20 Spielen die Expertise des Bosniers.

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Die Ersatzbank: Nicht weniger prominent ist Sturms Ersatzbank besetzt gewesen. Unter anderem vertreten waren der ehemalige ÖFB-Teamchef  und aktuelle FC Zürich-Trainer Franco Foda (133 Spiele, 1 Tor), sein Co-Trainer Imre Szabics (226/57), Gerald Strafner (192/11) und Josef Schicklgruber (96/0) Platz. Jan-Pieter Martens (102/13) und Georgios Koutsoupias (6/0) komplettieren die Bank.

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