Marko Arnautovic hat mit Roter Stern Belgrad das Achtelfinale der Fußball-Europa-League verpasst.
Serbiens Serienmeister unterlag im Play-off-Rückspiel gegen Lille am Donnerstag vor heimischer Kulisse 0:2 nach Verlängerung und scheiterte trotz des Auswärtssiegs vor einer Woche an den Franzosen. In der Runde der besten 16 der Conference League steht Oliver Glasner mit Crystal Palace. Der Premier-League-Club schlug Zrinjski Mostar nach einem 1:1 im Hinspiel zu Hause 2:0.
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Das Feld der noch im Europacup vertretenen Österreicher dünnte sich insgesamt weiter aus. Für Junior Adamu war in der Europa League mit Celtic Glasgow gegen den VfB Stuttgart Endstation, Torhüter Florian Wiegele musste sich mit Viktoria Pilsen im Elferschießen gegen Panathinaikos geschlagen geben. Torhüter Johannes Kreidl unterlag in der Conference League mit dem finnischen Club Kuopio nach einem 0:2 gegen Lech Posen im Hinspiel auch im Rückspiel in Polen 0:1.
Arnautovic erst nach Pause dabei
Arnautovic hatte Roter Stern in der Ligaphase per Elfer zu einem 1:0-Heimsieg gegen Lille geschossen. Nun saß er zu Beginn auf der Bank. Lille-Coach Bruno Genesio brachte den langjährigen französischen Teamstürmer Olivier Giroud in Belgrad hingegen von Start weg - ein Schachzug, der aufgehen sollte. Der 39-Jährige zeigte in der 4. Minute all seine Klasse und brachte den Fünften der Ligue 1 per Kopf in Führung. Roter Sterns 1:0-Vorsprung nach dem Hinspiel war damit dahin. Der serbische Meister tat sich vor 46.477 Zuschauern im Stadion Rajko Mitic schwer, sich in der Offensive festzusetzen.
Trainer Dejan Stankovic setzte nach dem Seitenwechsel auf Arnautovic. Die Hausherren agierten nun zwar mit mehr Druck nach vorne, ins Wanken konnte Roter Stern den Gegner aber nicht wirklich bringen. Nach einem großteils unspektakulären Spiel ging es in die Verlängerung. Dort schoss der eingewechselte Rechtsverteidiger Nathan Ngoy Lille in der 99. Minute ins Glück. Arnautovic kam einmal frei zum Kopfball, der jedoch zu zentral ausfiel (107.). Ein Volleyschuss des Wieners fiel zu schwach aus (117.). Für Roter Stern war es die erste Niederlage im Jahr 2026.
Adamu und Wiegele ebenfalls nicht mehr dabei
Celtic lag vor der Partie in Stuttgart 1:4 zurück, erwischte aber einen Start nach Maß. Junior Adamu legte das 1:0 durch Luke McCowan nach nur 28 Sekunden Spielzeit auf. Danach waren die Schwaben am Drücker. In der Offensive fehlten den Stuttgartern jedoch lange die zündenden Ideen, zwei Treffer in der zweiten Spielhälfte wurden wegen Abseitspositionen aberkannt. Zittern musste der Bundesligist nicht mehr. Adamu wurde in der 55. Minute ausgewechselt.
In Pilsen ging Panathinaikos früh durch Andreas Tetteh (9.) in Führung, Karel Spacil (62.) glich für die Tschechen aus. Nach dem 2:2 im Hinspiel ging es in die Verlängerung, die torlos blieb. In der Elfer-Entscheidung konnte Wiegele einen Versuch der Griechen entschärfen, bei seinem Team vergaben aber zwei Spieler vom Punkt.
Glasner ohne, Fiorentina mit viel Zittern weiter
In der Conference League sah Trainer Glasner, wie Verteidiger Maxence Lacroix (36.) den FA-Cup-Sieger nach einem Freistoß verdient in Führung köpfelte. Crystal Palace gab sich damit auch nach der Pause nicht zufrieden. Die Gäste aus Bosnien - der Oberösterreicher Stefano Surdanovic saß auf der Bank - legten ihrerseits ebenfalls zu. Die Entscheidung fiel erst spät: Evann Guessand traf für Palace in der 93. Minute zum Endstand. Im Achtelfinale bekommt es der Glasner-Club entweder mit Mainz 05 oder AEK Larnaka aus Zypern zu tun. Die Auslosung findet am Freitag statt.
Noch einmal spannend machte es die Fiorentina daheim nach einem 3:0 bei Jagiellonia Bialystok. Bartosz Mazurek machte den Rückstand der Gäste aus Polen mit drei Toren (23., 45.+3, 49.) im Alleingang wett. Das Spiel ging in die Verlängerung. Da jubelten zunächst die Italiener dank Nicolo Fagioli (107.) sowie einem Eigentor von Taras Romanczuk (114.), Jagiellonia verkürzte aber noch einmal. Fiorentina rettete das 2:4 schließlich über die Zeit.