In Soldeu wird die Jagd auf die kleine Kristallkugel in der Abfahrt neu eröffnet. Nach dem verletzungsbedingten Saisonaus von Lindsey Vonn wittern die ÖSV-Damen um Nina Ortlieb und Cornelia Hütter ihre Chance.
Der Weltcup-Zirkus der Damen macht Halt in Andorra (Freitag, 11:00/live ORF 1 & Sport24-Liveticker). Auf der anspruchsvollen Piste von Soldeu wartet trotz milder Frühlingstemperaturen eine perfekt präparierte Strecke mit tückischen Wellen und weiten Sprüngen. Nina Ortlieb unterstrich ihre Ambitionen bereits im Abschlusstraining, in dem sie mit mehr Selbstsicherheit zur Bestzeit raste. Sie will die enttäuschenden Olympischen Spiele vergessen machen und die verbleibenden acht Speedrennen des Winters voll ausnutzen.
Hütter startet geschwächt in den Kugel-Kampf
Die Ausgangslage im Abfahrts-Weltcup ist durch das Fehlen von Lindsey Vonn (400 Punkte) extrem spannend geworden. Hinter den Deutschen Emma Aicher (256) und Kira Weidle-Winkelmann (232) lauert Cornelia Hütter mit 179 Punkten auf Rang sieben. Die Steirerin geht jedoch gehandicapt an den Start: Eine hartnäckige Erkrankung zwang sie eine Woche lang ins Bett. „Die Energie ist eher bei null, aber wegen ein paar Bazillen gebe ich nicht auf“, gab sich die Super-G-Bronzemedaillengewinnerin kämpferisch.
Rädler und Puchner suchen den Flow
Ebenfalls hoch motiviert ist Ariane Rädler, die nach ihrem Erfolg in der Teamkombi bei Olympia den Schwung mitnehmen möchte. Sie peilt ein Podium an und setzt auf eine „echte Rennlinie“, um gegen die starke internationale Konkurrenz aus Italien und den USA zu bestehen. Mirjam Puchner hingegen muss einen heftigen Sturz aus dem Training mental wegstecken. Die Salzburgerin spürt zwar noch den ganzen Körper, will den Vorfall aber rechtzeitig zum Rennen abhaken.