Koller bestätigt Gespräche mit Nürnberg

Teamchef-Poker in heißer Phase

Koller bestätigt Gespräche mit Nürnberg

Bleibt er, oder geht er? Teamchef Koller hört sich Angebot von Nürnberg an.

Österreichs Fußballfans müssen weiter um Teamchef Marcel Koller zittern. Auf der Pressekonferenz nach der Rückkehr von den Färöer-Inseln bestätigte der Schweizer erstmals offiziell, dass es ein Angebot des abstiegsgefährdeten 1. FC Nürnberg gäbe.

Wie konkret dieses sei, wollte Koller nicht sagen, nur so viel: "Ich werde mir das jetzt einmal anhören. Eine Entscheidung muss in den nächsten Wochen passieren." Mehr wollte Koller dazu nicht sagen.

Verpokert sich Koller?
Tatsache ist jedenfalls, dass die Nürnberger Koller lieber gestern als heute als neuen Cheftrainer präsentieren würden. Scheitert die Verpflichtung von Koller deshalb am Zeitdruck? Der deutsche Traditionsverein kann sich ob der sportlich präkeren Lage kaum einen langen Verhandlungsmarathon mit Österreichs Noch-Teamchef leisten. In deutschen Medien wird bereits ein "Plan B" der Bayern kolportiert - der Niederländer Gertjan Verbeek soll kontaktiert worden sein und großes Interesse am Trainerjob beim "Club" gezeigt haben.

Überwältigende Symphathiewelle
Für Österreichs Teamspieler ist derweil klar, mit welchem Chef sie die Quali für die EM 2016 (ab Herbst 2014) in Angriff nehmen wollen: Marcel Koller! Marc Janko postete Mittwoch Nachmittag sogar auf Facebook einen eindringlichen Appell an Koller, das Nationalteam nicht zu verlassen. Auch alle anderen Teamspieler wie etwa David Alaba oder Martin Harnik haben sich öffentlich klar für Koller ausgesprochen.

Windtner spielt Poker mit
Ungerührt davon zeigt sich aber einer der entscheidenden Männer in diesem Verhandlungstheater - ÖFB-Präsident Leo Windtner. Der Oberösterreicher machte in den letzten Tagen einen mehr und mehr angespannten Eindruck, sobald die Sprache auf eine Vertragsverlängerung mit Koller kam. Mittwoch dann diese Ansage: "Auch wenn die Spieler und Fans fordern, dass wir Koller halten sollen - für Romantik ist in diesem Business kein Platz."

Nürnberg soll Koller eine Jahresgage von rund 1,5 Millionen Euro geboten haben - eine Summe, bei der der ÖFB nicht mit will. Erpressen will man sich von Koller auch nicht lassen, weshalb Windtner wissen ließ: "Wir sind nicht planlos, verfallen auch nicht in Panik." Namen, wer diese Alternative sein könnte, wollte Windtner zwar nicht nennen, sollte sich der Verhandlungspoker aber weiter in die Länge ziehen, könnte es durchaus passieren, dass Koller am Ende übrig bleibt, weil sowohl in Nürnberg als auch beim ÖFB die Türen zu wären.

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