Rapid

Krankl Theater nervt: Edlinger will gehen

Rapid-Präsident Rudolf Edlinger (66) ist amtsmüde. Die heftigen Angriffe wegen seiner Absage an Krankl sollen ihn zermürbt haben.

Rudolf Edlinger zitterte am Samstag abend beim Geburtstag von Wiens Bürgermeister Michael Häupl in den Rosenhügelstudios mit Rapid in Innsbruck mit, war nach dem 2:2 sehr erleichtert.

Erste Reihe
Edlinger saß bei der Fete an den vordersten Tischen, in seiner Nähe Ex-ÖFB-Präsident Beppo Mauhart und der frühere Austria-Präsident Rudolf Streicher - zwei „Fußball-Pensionisten“.
Und glaubt man den Gerüchten, so will Edlinger den beiden so schnell wie möglich nachfolgen. Er denkt an Rücktritt als Rapid-Präsident, möchte sich noch vor Ende seiner Amtsperiode (Herbst 2007) verabschieden.
„Ich hätte zusammen mit Josef Hickersberger abtreten sollen. Und zwar am Höhepunkt“, hat Edlinger im Freundeskreis geäußert. Dann wäre er wie der jetzige Teamchef als Meister und Champions-League-Teilnehmer abgetreten.

Fast pleite
Edlinger hatte Rapid in einer sehr schwierigen Phase 2001 übernommen. Da war der Wiener Traditionsklub fast pleite und mußte bei der Bank Austria Vorgriffe auf drei Jahre nehmen.
Doch der ehemalige Finanzminister machte den Rekordmeister wieder flott. Höhepunkt: Der 31. Meistertitel, der erste seit neun Jahren.

Pechsträhne
Hatte Edlinger in seiner ersten Amtsperiode ein Goldhändchen, so läuft jetzt fast alles schief. Negativer Höhepunkt: Im Vorjahr keine Qualifikation für einen internationalen Bewerb, auch in diesem Jahr der Absturz mit der Folge der Trainerablöse von Georg Zellhofer. Dann das Theater um Hans Krankl, das viel Staub aufgewirbelt und den Präsidenten sehr zermürbt hatte.

Fall Krankl
Bei Rapid werden immer mehr Stimmen gegen den Goleador laut. Es wird bei einem möglichen Krankl- Comeback ein Köpferollen und die Machtübernahme seines Freundes Skender Fani befürchtet. Der ehemalige Rapid-Vize: „Das ist nur ein Vorwand um Krankl zu verhindern.“
Rapid kommt nicht zur Ruhe. Fortsetzung folgt.