Arnautovic kleinlaut: "Es tut mir leid"

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Arnautovic kleinlaut: "Es tut mir leid"

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Bremen-Legionär vom Publikum ausgepfiffen und danach selbstkritisch.

Marko Arnautovic war am Mittwochabend beim 3:1 im Fußball- Länderspiel gegen Finnland der Verlierer im ÖFB-Team. Der Legionär von Werder Bremen wurde bei seiner Auswechslung in der 61. Minute mit einem Pfeifkonzert verabschiedet. Die Quittung für eine nicht nur schwache Leistung, sondern einen scheinbar auch lustlosen Auftritt in Klagenfurt. Arnautovic gab sich danach selbstkritisch, konnte die Pfiffe aber nicht verstehen. Seine Mitspieler stärkten ihm den Rücken.

Pfeifkonzert
Als der Offensivspieler in der 18. Minute einen Freistoß weit über das Tor jagte, war ein erstes Murren im Wörthersee-Stadion zu vernehmen. Als er nach gut einer Stunde seinem Clubkollegen Zlatko Junuzovic Platz machen musste, hallten die Pfiffe lautstark durch das schütter besetzte Oval.

Die Noten der ÖFB-Stars

Note: 3. Wurde kaum geprüft.

Note: 3. Ein toller Schuss bei Rückkehr.

Note: 3.Gelungenes Debüt links hinten.

Note: 3. Hatte alles im Grif.

Note: 3. Sicher und abgebrüht.

Note: 3. Blieb beim Elfer eiskalt.

Note: 2. Er zog im Mittelfeld die Fäden.

Note: 3. Legte das 2:0 schön vor.

Note: 2. Riskierte alles für das 2:0.

Note: 4. Es war nicht sein bester Tag.

Note: 2. Traf glücklich zum 1:0.



Entschuldigung
Arnautovic gelang keine einzige nennenswerte Aktion. "Es tut mir leid, für diese Leistung kann man sich nur entschuldigen", gab sich der 22-Jährige ausgesprochen selbstkritisch. Eine Erklärung für die matte Darbietung hatte er nicht. "Ich war nicht in Form, ich weiß nicht wieso. Solche Tage gibt es eben", sagte der Stürmer.

Koller hält sich öffentlich zurück
Nicht viel dazu sagen wollte kurz nach Schlusspfiff Teamchef Marcel Koller. "Ich gebe zu seiner Leistung in der Öffentlichkeit keinen Kommentar ab", sagte der Schweizer über seinen zentralen Offensivspieler.

"Habe schon viel für Österreich geleistet"
Die Zuschauer hatten sich nicht vornehm zurückgehalten. Trotz der enttäuschenden Leistung hat Arnautovic allerdings kein Verständnis für die Unmutsäußerungen der Fans. "Es ist unnötig. Ich weiß nicht, womit ich das verdient habe. Ich habe schon viel geleistet für Österreich, habe meine Tore gemacht. Die Leute, die mich ausgepfiffen haben, haben wohl keinen Respekt. Aber als Profi muss man darüber hinwegsehen und das mit guten Leistungen wieder ändern", erklärte er. "Ich hoffe, dass viele Leute und die Mannschaft noch immer hinter mir stehen."

Spieler "wollen ihm helfen"
Die zwei Ersatzkapitäne vom Mittwoch taten dies. "Kein Spieler hat verdient, ausgepfiffen zu werden", meinte Martin Harnik . Andreas Ivanschitz sagte: "Wir wollen ihm helfen, das soll er auch wissen, das soll er auch spüren. Wir brauchen ihn, er besitzt so viel Qualität." Dass Arnautovic, dem alle Experten großes fußballerisches Talent attestieren, durch seine Auftritte allerdings auch polarisiert, weiß auch der Mainz-Legionär: "Damit muss er leben."

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