"Mein Traum sind zwei Siege"

Constantini

"Mein Traum sind zwei Siege"

Der Teamchef über die Druck-Situation und seine Hoffnungen.

ÖSTERREICH: Reicht eine Leistung wie beim 2:0 gegen Kasachstan, um Aserbaidschan zu besiegen, Herr Constantini?
Didi Constantini : Sicher nicht. Aber die Situation ist ähnlich. Jeder erwartet und verlangt auch einen Sieg von uns.

ÖSTERREICH: Mit wie vielen Punkten rechnen Sie aus den beiden Spielen gegen Aserbaidschan und Belgien?
Constantini: Man kann nie sagen, was passiert. Als Trainer willst du immer gewinnen. Sechs Punkte wären natürlich ein Traum. Träumen darf man.

ÖSTERREICH: Hätten Sie gedacht, dass die Kritik nach dem holprigen EM-Qualifikationsstart so heftig ausfallen würde?
Constantini: Damit beschäftige ich mich nicht. Ich konzentriere mich auf meine Arbeit.

ÖSTERREICH: Lassen Sie Angriffe unter der Gürtellinie wirklich kalt oder leidet die Lebensqualität darunter?
Constantini: Kritik gehört zum Fußballgeschäft. Es ist überall so, nicht nur in Österreich. Das beeinflusst meine positive Lebenseinstellung in keinster Weise.

ÖSTERREICH: Kann Aserbaid­schan eine Gefahr für unser Team werden?
Constantini: Du musst vor jedem Gegner Respekt haben. Berti Vogts ist ein Super-Typ. Außerdem hat er seine Mannschaft zwei Wochen im Monat zur Verfügung. Das wünscht sich jeder Teamchef der Welt.

ÖSTERREICH: Sie haben sieben Stürmer im Kader, aber mit Roman Kienast fehlt der Führende der Schützenliste. Warum?
Constantini: Er ist auf Abruf. Das heißt, dass ich ihn sehr wohl im Auge habe und dass er ein Thema ist.

ÖSTERREICH: Was erwarten Sie von Marko Arnautovic?
Constantini: Soll ich jetzt gleich die ganze Aufstellung verraten? Wäre ich nicht von Arnautovic überzeugt, hätte ich ihn nicht einberufen.

ÖSTERREICH: Arnautovic fährt Bentley, Jimmy Hoffer neuerdings Ferrari. Was sagen Sie dazu?
Constantini: Persönlich habe ich mich nie für solche Autos interessiert. Das ist mir auch völlig egal. Hauptsache, die Spieler bringen ihre Leistung.

ÖSTERREICH: Christian Fuchs ist mit Mainz Spitzenreiter in der deutschen Bundesliga. Glauben Sie, dass ihn das auch im Nationalteam beflügelt und er alle mitreißt?
Constantini: Das hoffe ich. Fuchs spielt in Mainz auf einem Top-Level. Die haben ein tolles Kollektiv und Freude am Spiel.