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Fußball-Bundesliga

Meister Salzburg bleibt auswärts sieglos

In der 16. Runde der T-Mobile-Fußball-Bundesliga ist den Bullen wieder kein Auswärtserfolg geglückt.

Meister Salzburg in Ried 0:2 geschlagen
Red Bull Salzburg ist in der T-Mobile Fußball-Bundesliga auswärts weiter ohne Sieg. Am Samstag musste sich der Meister bei der SV Ried mit 0:2 geschlagen geben und entging nur aufgrund schwacher Rieder Chancenauswertung einer größeren Schlappe. Salzburg verpasste damit den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz.

Die SV Ried hat mit dem 2:0 ihre Negativserie gegen die Salzburger beendet. Hamdi Salihi (11.) und Kapitän Herwig Drechsel (44.) schossen mit ihren jeweils siebenten Saisontreffern die Gäste schon in der ersten Hälfte k.o. und die Innviertler zum ersten Sieg gegen die Salzburger, nachdem sie davor in ihren jüngsten sechs Duellen mit den Bullen einen einzigen Punkt erkämpft hatten.

Leidenschaft und Kampfgeist, wie Drechsel zur Pause bemerkte, aber auch eine stabile Abwehr und zwei schnelle, bewegliche Stürmer (Salihi und Akagündüz), meist von ihrem Kapitän in Szene gesetzt, machten vor allem in der ersten Hälfte den Unterschied aus.

Nach der Pause kamen die Salzburger zwar besser ins Spiel, die klar besseren Chancen hatten aber weiterhin die Rieder, die erstmals nach der Übersiedlung von Helmut Kraft nach Innsbruck von den bisherigen Assistenten Gerhard Schimpl und Thomas Weissenböck verantwortlich betreut wurden.

Während der Meister vor Seitenwechsel über bestenfalls zwei Halbchancen (Lokvenc/3./32.) ) nicht hinauskam, hätten die aggressiven Hausherren noch höher führen können, allerdings bestätigte der manchmal etwas zu eigensinnige Akagündüz bei Chancen in der 17., 19., 39., später in der 55. und vor allem in der 77. (linke Stange) seinen Ruf als "Chancentod".

So blieb es bei den Toren von Salihi und Drechsel. Der allein stehende Albaner war nach einem von Akagündüz mit dem Kopf verlängerten Freistoßball von Drechsel aus kurzer Entfernung erfolgreich (11.). Der Ried-Spielmacher traf nach Zuspiel von Brenner aus rund 28 Metern mit seinem "Linken" flach in die rechte Ecke und ließ dabei den sonst recht starken Ochs nicht gut aussehen (44.). In der 17. Minute (Akagündüz), 58. (Hackmair) und 61. (Salihi) hatte der Deutsche dagegen glänzend reagiert, bei Möglichkeiten von u.a. Brenner und Dospel auch Glück.

Die Salzburger hatten ihre erste echte Chance in der 52. Minute (Zickler verschoss) und eine weitere in der 70., als Berger einen Freistoß von Alex aus dem Kreuzeck hechtete. Das war für den Titelverteidiger viel zu wenig, die vierte Niederlage bei vier Remis im achten Auswärtsspiel perfekt. Der Rückstand auf Spitzenreiter Austria nach Verlustpunkten beträgt schon acht Zähler, während die Rieder nach Punkten zu den Gästen aufschlossen.

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Mattersburg besiegt daheim Austria Kärnten 5:2
Der SV Mattersburg ist in der T-Mobile Fußball-Bundesliga schon seit vier Spielen ungeschlagen. Die Burgenländer setzten sich am Samstagabend in der 16. Runde im Pappelstadion vor 5.200 Zuschauern gegen Austria Kärnten verdient mit 5:2 (2:0) durch und verbesserten sich dadurch auf den zweiten Tabellenplatz. Die ersatzgeschwächt angetretenen Kärntner sind dagegen nach wie vor mit neun Punkten Vorsprung auf Wacker Innsbruck nur Vorletzter.

Die Burgenländer übernahmen von Beginn an das Kommando, schnürten die Gäste in der eigenen Hälfte ein und wurden für ihre Offensivbemühungen auch schnell belohnt. Ilco Naumoski, der kurz zuvor (14.) noch an Kärnten-Goalie Schranz scheiterte, bediente seinen aufgerückten mazedonischen Landsmann Goce Sedloski, der völlig unbedrängt aus elf Metern genau ins Kreuzeck einschoss (15.).

Nach dem zweiten Saisontreffer des Mattersburger Abwehrchefs kamen allerdings die Kärntner, die Fidjeu-Tazemeta, Plassnegger, Zakany, Ledwon und Hauser vorgeben mussten, etwas besser ins Spiel. Schüsse von Weber (23.) und Riedl (29.) gingen jedoch am Tor vorbei.

Aufseiten der Hausherren flog ein Naumoski-Kopfball über das Tor (39.), ehe Carsten Jancker für die Vorentscheidung sorgte. Nach einem Mörz-Freistoß spielte sich der deutsche Stürmer den Ball nach einer Mravac-Kopfballvorlage selbst auf und traf mit einem Volleyschuss zum 2:0 (45.). Der 33-Jährige übernahm damit mit sieben Treffern gemeinsam mit Haas (Sturm Graz) und Zickler (Salzburg) die Führung in der Torschützenliste.

Nach dem Seitenwechsel war die Schachner-Elf zwar etwas bemühter, konnte sich aber vor dem Tor kaum in Szene setzen und lief auch noch fast in ein Debakel. Nach einem Gegenstoß über Mörz und Kühbauer traf Naumoski via Innenstange zum 3:0 (65.). Dazu erhöhte Schmidt nach einem schön vorgetragenen Konter über Mörz und Naumoski sowie einer missglückten Kopfballabwehr von Bubenik mit einem Volleyschuss genau ins lange Eck auf 4:0 (69.).

Außerdem traf Bubenik, schon zum zweiten Mal in der laufenden Saison, nach einem Atan-Querpass aus kurzer Distanz ins eigene Gehäuse (81.).

In den Schlussminuten bäumte sich die Schachner-Elf, angetrieben vom eingewechselten Chiquinho, aber nochmals auf. Zuerst traf Krajic nach einer Chiquinho-Ecke per Kopf (83.), sieben Minuten später sorgte Wolf mit einem Weitschuss aus rund 20 Metern noch für das 2:5 (90.).

Die Mattersburger, die zuletzt in Altach und Graz 0:0 gespielt hatten, stellten mit ihrem fünften Heimsieg im achten Spiel im Pappelstadion einmal mehr ihre Heimstärke unter Beweis. Nur Tabellenführer Austria ist es bisher gelungen, drei Punkte aus dem Burgenland zu entführen. Für die Kärntner, die in der Fremde bisher nur vier Punkte holten, war es die vierte Auswärtsniederlage in Serie. Das erste Saisonduell der beiden Teams hatte damals noch im Sportzentrum Fischl 1:1 geendet.

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SCR Altach und Sturm Graz mit Nullnummer
Der SCR Altach entfernt sich immer weiter vom Tabellenende der österreichischen Fußball-Bundesliga. Die Vorarlberger ergatterten in der 16. Runde daheim gegen Sturm Graz ein 0:0 und haben dadurch schon elf Punkte Vorsprung auf das Schlusslicht aus Innsbruck, das am Sonntag Spitzenreiter Austria empfängt.

Seit vier Partien sind die Altacher ungeschlagen, ebenso lange dauert auch die Torsperre von Goalie Krassnitzer, daheim haben sie seit sechs Spielen nicht mehr verloren. Die Grazer hingegen warten nun schon seit vier Runden auf einen vollen Erfolg.

Von Beginn an entwickelte sich eine von taktischen Vorgaben geprägte Partie, in denen Chancen Seltenheitswert hatten. Sturm präsentierte sich als technisch stärkere Mannschaft und wurde erstmals in der 15. Minute gefährlich, als Haas mit einem Volley an Krassnitzer scheiterte. Neun Minuten später traf Kienzl mit einem Weitschuss die Stange, den abspringenden Ball donnerte Salmutter aus rund sechs Metern deutlich über die Querlatte.

Die Gastgeber setzten auf ihre kämpferischen Tugenden und brachten vor dem Seitenwechsel nur eine ernstzunehmende Offensiv-Aktion zustande, Goalie Gratzei parierte allerdings den Weitschuss von Kling (33.).

Nach dem Seitenwechsel fand die Truppe von Coach Manfred Bender, der Goalgetter Leonardo wegen dessen schwacher Leistung in der Partie gegen Wacker Innsbruck aus dem Kader gestrichen hatte, deutlich besser ins Spiel und kam dem Sieg zweimal nahe. In der 67. Minute köpfelte der eingewechselte Jagne nur knapp über die Querlatte, in der 71. Minute hatte der Stürmer den Ball bereits an Gratzei vorbeigespitzelt, Sonnleitner rettete allerdings vor der Linie.

Für Sturm vergaben Säumel, der allein vor Krassnitzer im Altach-Schlussmann seinen Meister fand (66.), und Kienzl, dessen Volley nur knapp das Ziel verfehlte (84.), die Möglichkeiten auf einen vollen Erfolg.

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Tabelle nach den Samstag-Spielen:

1. FK Austria Magna 15 8 6 1 23 : 12 30

2. SV Mattersburg 16 7 6 3 31 : 18 27

3. LASK Linz 16 7 5 4 27 : 24 26

4. Red Bull Salzburg 16 7 4 5 25 : 18 25

5. SV Josko Ried 16 8 1 7 26 : 22 25

6. Rapid Wien 16 7 4 5 25 : 22 25

7. Sturm Graz 16 5 7 4 27 : 21 22

8. SCR Altach 16 4 4 8 17 : 26 16

9. SK Austria Kärnten 16 4 2 10 16 : 34 14

10. FC Wacker Innsbruck 15 0 5 10 10 : 30 5