Die Stimmung im ÖFB-Team ist mittlerweile berüchtigt, eingeschworen wie eine Familie ist Ralf Rangnicks Truppe. Das ermöglicht Spielern, über sich hinauszuwachsen und mit Leistung auf sich aufmerksam zu machen. Mit dem Transferfenster am Horizont stehen gleich mehrere Österreicher in der Auslage.
Beinahe eine ganze Startelf lässt sich mit Nationalspielern füllen, denen im Sommer ein Klubwechsel bevorsteht oder die sich zumindest sehr aktiv umsehen werden. Die Länderspiele sind für einige die Chance zu zeigen, was in ihnen steckt und das in einem perfekten Umfeld. Wie gut die Stimmung im ÖFB-Team ist, unterstrich Maximilian Wöber, der nur deshalb überhaupt nominiert wurde.
OE24 erklärt, welche ÖFB-Kicker für einen neuen Vertrag spielen müssen. Sie wollen auf den Zetteln der Top-Scouts dieser Welt mit gelbem Marker angestrichen werden. Beginnend ganz hinten in der Viererkette mit Kevin Danso.
Tottenham erlebt eine historisch schlechte Saison und kämpft als einer der reichsten Klubs Englands gegen den Abstieg. Danso kam zwar erst im Sommer, ob er in der Championship (2. Liga) spielen will und wird, kann aber bezweifelt werden. Die Stimmung in London ist düster, praktisch kein Spieler kann überzeugen. Für den 27-Jährigen ist das ÖFB-Team die Chance zu zeigen, was er draufhat.
Alaba & Posch auf Klub-Suche
Doch in der Defensive ist er nicht alleine, allen voran natürlich Kapitän David Alaba. Mit auslaufendem Vertrag und dauerverletzt ist Real Madrid an einer Verlängerung nicht interessiert. Die Ghana-Gala konnte der 33-Jährige verletzt nicht nutzen und auch Südkorea wird knapp. Eventuell braucht der mehrfache Champions-League-Sieger die WM 2026 als seine Auslage.
Stefan Posch ist von Como, die größte Überraschung in der Serie A, nach Mainz verliehen. Dort ist der 28-Jährige in der Innenverteidigung gesetzt, dennoch können Argumente für einen Verbleib oder eine Rückkehr zum Italien-Vierten (auf Kurs Königsklasse) nicht schaden. Unter Rangnick ist er gesetzt, sein Tor beim 5:1 war ein Statement.
Auch Marco Friedl (Bremen) und David Affengruber (Elche) könnten nach mehreren Jahren bei ihren Klubs an einem nächsten Schritt arbeiten. Im Mittelfeld sind es zwei Stammkräfte, denen es ähnlich ergeht.
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Laimer kämpft ums große Geld
Bayern-Motor Konrad Laimer und Pferdelunge Nr. Zwei Xaver Schlager haben einen spannenden Sommer vor sich. Schlager wird seinen auslaufenden Vertrag in Leipzig nicht verlängern, Topklubs aus der Premier League oder auch Juventus buhlen um den 28-Jährigen. Je mehr Argumente er sammeln kann, auch in Rot-Weiß-Rot, desto besser.
Laimer möchte bei seinem Verein bleiben, wenig überraschend. Immerhin sind die Münchner auf Quadruple-Kurs und der variabel einsetzbare Österreicher ist eine echte Stütze. Wie viel seine Leistungen wert sind, diese Einschätzung geht bei Verein und Spieler noch auseinander. Mit Top-Leistungen beim ÖFB sammelt der 28-Jährige noch mehr Fleisch für seine Argumente.
Baumgartner-Aufstieg zu Großklub?
Nicht weniger Argumente im Gepäck hat Christoph Baumgartner, genauer gesagt sind es 23. 16 davon sind Tore, die restlichen sieben Vorlagen. In der Bundesliga ist er in beiden Werten der Topmann der Roten Bullen. Nach drei Jahren könnte er Leipzig entwachsen sein, die beiden Mailänder Klubs (Inter & AC) oder auch Englands CL-Kandidat Aston Villa haben Interesse bekundet. Sie werden auch im Nationalteam genau auf den 26-Jährigen blicken.
Doch auch seine Offensiv-Partner Patrick Wimmer und Sasa Kalajdzic sind an einem Scheideweg ihrer Karriere. Wimmer und Wolfsburg droht als 17. nach 29 Jahren Bundesliga der Abstieg. Sollte der VW-Klub tatsächlich abrutschen, könnte der 24-Jährige das Weite suchen. Mit drei Toren und sechs Vorlagen lieferte er Argumente, im ÖFB-Team ist er aber (noch) nicht gesetzt.
Kalajdzic ist von Wolverhampton - Fix-Absteiger in der Premier League - an den LASK verliehen, spielte sich von dort wieder ins Team. Idealerweise wird der 28-Jährige im Ausland bleiben wollen und Länderspiele sind eine bessere Auslage als die heimische Bundesliga. Rangnicks Vertrauen könnte den Stürmer belohnen.