Alle sauer auf unsere Fußball-Schnecken

Riesenwut auf unser Team

Alle sauer auf unsere Fußball-Schnecken

Nach der 0:2-Heimpleite: Nur ein Sieg in Istanbul kann die Gemüter beruhigen.

Keine Leidenschaft, kein Widerstand, kein Kampfgeist – und das Herz rutschte ihnen in die Hose – ein schwarzer Freitag für den österreichischen Fußball. Katastrophal!

Didi Constantini (55) war bei der gestrigen Pressekonferenz der Frust anzumerken. Der Teamchef: „Wir haben eine gewaltige Ohrfeige bekommen. Ich bin sehr enttäuscht. Die Leistung war schlecht, wir haben die Belgier noch stärker gemacht, als sie sind. Ich will niemanden verteidigen.“

Diashow: Die Bilder der ÖFB-Heimpleite

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Unsere Spieler wissen, dass sie Mist gebaut haben
557.000 vor den Fernsehgeräten und 45.000 im Wiener Ernst-Happel-Stadion waren schockiert, empört und fassungslos zugleich. Riesenwut auf unsere Mannschaft: Österreichs hochgelobte Stars krochen wie Schnecken über den Platz!

Unsere Spieler wissen selbst, dass sie großen Mist gebaut haben. Verteidiger Christian Fuchs (24): „Nur wir können diesen Karren jetzt noch aus dem Dreck ziehen. Das sind wir den Leuten, die an uns geglaubt haben, und uns selbst schuldig.“ Kapitän Marc Janko (27): „Wir müssen das mit einem Erfolg gegen die Türkei wieder in Ordnung bringen – das ist uns allen klar.“

Janko bekam den Volkszorn am eigenen Leib zu spüren. Bei seinem Austausch gab’s ein gellendes Pfeifkonzert . Marc: „Das tut weh, aber einer muss der Sündenbock sein – meistens der Kapitän. Das war früher auch so.“

Die ganze Fußballnation fragt sich: Wie kann das bei unserem wichtigsten Match seit mehr als zehn Jahren passieren – und wie kann man so eine Riesenchance verspielen, sich für die EM zu qualifizieren?

Radikale Umstellungen: Arnautovic auf die Bank
Auch in den diversen Foren im Internet gehen die Fans mit den Versagern beinhart ins Gericht. Die Euphorie ist verflogen, die Stimmung aufgeheizt. Der Teamchef: „Die Klasse hat gefehlt, der Wille ist da – dabei bleibe ich.“

Gestern Vormittag sprach Constantini bei der Analyse die peinliche Vorstellung, die schlimmen Patzer und das kollektive Blackout schonungslos an. Heute wird er seinem Team noch einmal den Gruselfilm gegen Belgien auf DVD zeigen. Als abschreckendes Beispiel vor dem Match am Dienstag in Istanbul.

Die Konsequenzen: Didi wird radikal umstellen. Marko Arnautovic (21) fliegt sicher aus der Stammelf.

Maierhofer: „Wir müssen uns alle den Arsch aufreißen“

Tosender Applaus, als Maierhofer aufs Feld kam. Das Match konnte er nicht mehr drehen. Leider traf der Hüne nur verbal ins Schwarze. Auch vor den TV-Kameras hielt er sich nicht zurück.

Maierhofer über den Frust: „Vielleicht müssen vor dem Rausgehen einige von uns einen Tritt in ihren Arsch bekommen. Wenn nichts geht, dann muss man sich den Arsch aufreißen. Das ist nicht passiert.“

Maierhofer über die Pleite: „Du stehst wahrscheinlich daheim, kochst irgendeine gute Speise und hast das Salz vergessen. Bei uns war das genauso. Heute hat der nötige Biss gefehlt, die Würze war nicht da. Da müssen sich einige in den Spiegel schauen und selbst hinterfragen, ob das genug war.“

Maierhofer über die Folgen: „Es muss viel mehr von uns kommen. Wir sind nicht die Mannschaft, die Hacke, Spitze und Halligalli spielt. Wir müssen kratzen und beißen.“

Maierhofer über Kollegen: „Wir haben junge Spieler. Wir können von Alaba nicht die Hölle verlangen. Wir wissen auch alle, dass Arnautovic Klasse hat, aber es geht halt nicht immer.“

Maierhofer ist ehrlich, trägt sein Herz auch auf der Zunge. Dafür lieben ihn die Fans. Didi Constantini war mit den Aussagen jedoch nicht so glücklich. Das machte er Maierhofer klar. Die Folge: Gestern schwieg Stefan…

Christian Russegger