peter pacult

Rapid-Trainer

Pacult im Anflug auf Hütteldorf

Die Entscheidung in der Trainerfrage bei Rapid ist so gut wie gefallen: Peter Pacult (46) soll schon am Montag als Nachfolger von Georg Zellhofer präsentiert werden.

Der Ex-Rapidler, der derzeit noch beim deutschen Drittligisten Dynamo Dresden unter Vertrag steht, hat eine Ausstiegsklausel. Bei einem Blitzbesuch in Wien-Schwechat hatte Pacult Rapid-Präsident Rudolf Edlinger und Sportdirektor Peter Schöttel ein fertiges Konzept überreicht.

Doktor Skender Fani, ehemaliger geschäftsführender Vize-Präsident und Krankl-Intimus: „Ich halte Peter Pacult für eine hervorragende Lösung.“

Noch mit Dresden im Einsatz
Pacult tritt heute mit Dresden in Erfurt an. Und der Drittligist will plötzlich von einer Ausstiegsklausel nichts mehr wissen. Dynamo-Sprecher Peter Tauber:“ Pacult hat Vertrag bis zum 30. Juni 2007. Wir geben ihn nicht frei. Selbst Real Madrid würde von uns eine Abfuhr erhalten.“ Dresden peilt den sofortigen Wiederaufstieg in die zweite deutsche Bundesliga an.

Die Meldung aus Dresden lässt übrigens Edlinger kalt. Der Rapid-Boss: „Pacult hat uns gesagt, dass er jederzeit aus seinem Vertrag aussteigen kann.“

Pacult Favorit
Das Präsidium will heute in einer Telefon-Konferenz die Trainerfrage klären. Alles spricht für Pacult, der im Gegensatz zu seinem Kontrahenten Heribert Weber ein Verfechter des Offensivfußballs ist. Und Didi Constantini würde nur als Interimscoach einspringen.

Kann mit Krankl und Schöttel
Pacult gilt auch als Krankl-Freund. Er stürmte zusammen mit dem Goleador. Er hatte ihm auch signalisiert, dass er unter einem Sportchef Krankl arbeiten würde. Mit der Wahl von Pacult würde Edlinger daher auch wieder eine Annäherung an Krankl gelingen.

Aber auch zum aktuellen Sportdirektor Peter Schöttel hat Pacult ein gutes Verhältnis. Die beiden machten gemeinsam die Trainerausbildung.

Was noch für den Dresden-Coach spricht: Er hat internationale Erfahrung, trainierte die Münchner Löwen in der deutschen Bundesliga (2001 bis 2003). Pacult gilt auch als Happel- Schüler, trainierte unter dem „Wödmasta“ beim FC Tirol.

Von Claudia Schwedler und Wolfgang Ruiner/Österreich