Nach dem Derby-Skandal zieht Rapid die Reißleine. Der Klub plant drastische Änderungen und die betreffen künftig jeden Stadionbesucher.
Die Szenen beim Wiener Derby haben das Fass zum Überlaufen gebracht. Pyrotechnik wurde sogar in Richtung Familiensektor geworfen, das Spiel stand kurz vor dem Abbruch.
- NFL-Hammer! Liga bricht mit jahrelanger Tradition
- Ehemaliger Salzburg-Coach outet sich
- Liverpool-Paukenschlag: Superstar verlässt Anfield im Sommer
Die Folge: 22 Angeklagte und Fan-Sperren – jetzt will Rapid offenbar endlich konsequent reagieren.
Das ist jetzt geplant
Laut einem Bericht des „Kurier“ sollen künftig alle Stadionbesucher ihre Identität nachweisen müssen – konkret ist die Einführung von personalisierten Tickets im gesamten Stadion geplant. Auch bei Auswärtsfans will Rapid genauer hinschauen: Es wird geprüft, ob ähnliche Maßnahmen auch bei Spielen außerhalb umgesetzt werden können. Selbst befreundete Fan-Gruppen aus dem Ausland sollen zwar weiterhin Karten bekommen, müssen jedoch künftig vorab registriert und namentlich erfasst werden.
Zusätzlich ist geplant, neue Drehkreuze einzubauen, die ein unbefugtes Durchschlüpfen praktisch unmöglich machen sollen. Trotz der verschärften Maßnahmen will der Klub weiterhin den Austausch mit der Fanszene suchen. Klar ist aber auch: Regelbrüche und das Überschreiten klarer Grenzen sollen künftig deutlich strenger geahndet werden.
Damit würde Rapid deutlich schärfer vorgehen als noch bei früheren Ausschreitungen.
Fans schon länger im Fokus
Bereits nach früheren Derby-Vorfällen hatte der Klub erste Schritte gesetzt. So verzichtet Rapid etwa bei Auswärtsderbys in Favoriten auf Fan-Tickets – und das wohl für mehrere Jahre. Zudem drohen harte Konsequenzen wie Stadionverbote oder sogar der Ausschluss aus dem Verein.
Nach Jahren mit immer wiederkehrenden Fan-Problemen scheint bei Rapid endgültig Schluss mit Nachsicht zu sein. Der Klub stellt sich neu auf und diesmal könnten die Maßnahmen wirklich jeden einzelnen Fan betreffen.