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"Schweden-Schreck" Andi Herzog

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Österreich trifft am Mittwoch in Graz auf Schweden. Teamchef-Assistent Herzog hat nur beste Erinnerungen an die Skandinavier.

Mit dem schwedischen Fußball-Nationalteam verbinden Andreas Herzog besonders angenehme Erinnerungen. Fünfmal trat der Assistent von Teamchef Karel Brückner mit der ÖFB-Auswahl gegen den Mittwoch-Gegner von Andreas Ivanschitz und Co. an, kassierte nur eine Niederlage und erzielte dabei insgesamt drei Tore - zwei davon ermöglichten Österreich zum bisher letzten Mal eine WM-Teilnahme.

Schweden-Killer
Im WM-Quali-Match am 9. Oktober 1996 traf Herzog im Raasunda-Stadion von Stockholm nach einen Abwehrfehler in der 12. Minute. Es folgte ein Sturmlauf der Schweden - damals immerhin aktueller WM-Dritter -, der allerdings nichts einbrachte. "In diesem Match hatten wir Riesenglück. Wir sind früh in Führung gegangen, dann hat Michael Konsel einen Elfer gehalten und die Schweden haben eine Chance nach der anderen vergeben. Das war eine großartige kämpferische Leistung von uns, alle sind über sich hinausgewachsen", erinnerte sich Herzog an den ersten Nationalteam-Sieg auf schwedischem Boden nach 75 Jahren.

Rüffel für Polster
Im Zusammenhang mit diesem historischen Erfolg ist der Wiener nicht gut auf Toni Polster zu sprechen. "Ich war damals zweite Sturmspitze neben ihm und musste die ganze Zeit 'absammeln' gehen und herumhetzen, weil der Toni wieder einmal nur vorne herumgestanden ist", schmunzelte der 40-Jährige.

Gewaltschuss
Am 6. September 1997 war Herzog im ausverkauften Wiener Happel-Stadion gegen Schweden wieder der Sturm-Partner von Polster, und wieder war es der damalige Bremen-Legionär, der die Partie entschied. In der 76. Minute nahm sich der Offensivspieler aus rund 20 Metern ein Herz und donnerte den Ball zum 1:0-Siegtreffer in die Maschen (siehe Bild).

"Dieses Match war ein Wahnsinn, allein schon wegen der drei Roten Karten (Anm.: Pfeffer, Konsel bzw. Nilsson wurden ausgeschlossen). Wir wären schon mit einem 0:0 zufrieden gewesen, aber dann ist mir Gott sei Dank der Tausendguldenschuss gelungen", meinte Herzog, der damit den Weg zur Endrunde in Frankreich ebnete. "Die zwei Spiele gegen Schweden waren sicher Highlights in meiner Team-Karriere, nicht nur, weil wir gewonnen haben, sondern weil uns die Siege auch etwas gebracht haben und wir zur WM gefahren sind", erklärte der Teamchef-Assistent.

Tolle Bilanz gegen Schweden
Zwei Siege, zwei Remis, eine Niederlage und drei erzielte Tore (Herzog scorte auch beim 1:1 in der WM-Quali in Wien am 10. November 1993) lautet die persönliche Schweden-Bilanz des 103-fachen Teamspielers (26 Treffer), der auch beim bisher letzten Duell mit den Skandinaviern - dem 1:1 in Graz am 29. März 2000 - mit von der Partie war.

Serie ausbauen
Seit mittlerweile fünf Partien ist Österreich gegen den WM-Zweiten von 1958 und WM-Dritten von 1950 und 1994 ungeschlagen. Der aktuelle 31. der Weltrangliste (die ÖFB-Auswahl ist 92.) dürfte den Gastgebern also liegen, wie auch Herzog bestätigte. "Ich hätte bei der EM aus dem Zweier-Topf lieber die Schweden als die Kroaten in der Gruppe gehabt, weil sie nicht so kreativ und leichter auszurechnen sind. Aber natürlich haben sie durch gute Einstellung, Taktik und ihre Legionäre immer gute Resultate und qualifizieren sich fast immer für ein Großereignis", meinte der Wiener, der für das Aufeinandertreffen am Mittwoch auf ein positives Resultat und damit einen gelungenen Start ins neue Länderspiel-Jahr hofft.

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