Team-Comeback für Arnautovic & Scharner

EM-Quali

Team-Comeback für Arnautovic & Scharner

Arnatuovic soll ÖFB-Elf gegen Aserbaidschan, Belgien zum Sieg bomben.

Marko Arnautovic und Paul Scharner kehren in die österreichische Fußball-Nationalmannschaft zurück. Teamchef Dietmar Constantini nominierte das Duo für die EM-Qualifikationsspiele am 8. Oktober im Wiener Happel-Stadion gegen Aserbaidschan und am 12. Oktober in Brüssel gegen Belgien. Erstmals im Aufgebot scheint Wacker-Spieler Fabian Koch auf, dafür fehlen Ümit Korkmaz und Christoph Leitgeb (beide auf Abruf) sowie die verletzten Ekrem Dag und David Alaba.

Constantini steht zu Arnautovic
Arnautovic steht im A-Team, obwohl er zuletzt in Bremen nicht mehr zu überzeugen vermochte und laut diversen Medienberichten rund um das EM-Quali-Spiel der U21-Mannschaft undiszipliniert aufgetreten war. Constantini entschied sich jedoch nach Telefonaten mit dem Deutschland-Legionär und U21-Teamchef Andreas Herzog, Arnautovic zu holen. "Er ist für mich menschlich in Ordnung und hat Potenzial im spielerischen Bereich", erklärte der Nationaltrainer.

Scharner muss Anweisungen befolgen
Auch Scharner genießt das Vertrauen des Tirolers. "Ich bin von ihm überzeugt, auch wenn ihn der eine oder andere nicht so mag", meinte Constantini. Eine Garantie für einen Platz im Mittelfeld, wie sie Scharner bei seinem neuen Club West Bromwich Albion erfolgreich einforderte, gibt es im Nationalteam aber nicht. "Bei mir spielt er dort, wo ich ihn hinstelle", betonte der 55-Jährige.

Chance für Tiroler Koch
Der rechte Außenspieler Koch bekommt aufgrund der Verletzung von Dag die Chance. "Er ist dabei, weil er bei Wacker beständige Leistungen bringt", sagte Constantini. Italien-Legionär György Garics, der ebenfalls rechts in der Viererkette spielen könnte, sei für ihn nach den im November begonnenen Differenzen kein Thema mehr.

7 Stürmer im Kader
Mit Arnautovic, Martin Harnik, Erwin Hoffer, Marc Janko, Roland Linz, Stefan Maierhofer und Roman Wallner sind gleich sieben Spieler vom ÖFB offiziell mit der Position Stürmer im 23-Mann-Kader angeführt. "Da sind aber auch einige Seitenspieler dabei", erklärte Constantini mit Hinweis auf Arnautovic oder Harnik.

Janko ging nicht ans Telefon
Der etatmäßige Einser-Stürmer und Kapitän Marc Janko hatte zuletzt mit Knieproblemen zu kämpfen. "Ich habe drei, vier Mal probiert, ihn telefonisch zu erreichen, er hat nicht abgehoben. Wir werden sehen, in welcher Verfassung er ist", sagte der Teamchef.

Kein Spott für Korkmaz
Keine Angaben machte Constantini zur Rückstufung von Korkmaz und Leitgeb auf die Abrufliste. Dafür verwehrte er sich gegen Medienberichte, er hätte vor dem Kasachstan-Match Anfang September eine abschätzige Äußerung über den Frankfurt-Legionär getätigt.

Didi verteidigt Taktik
In Abwehrhaltung ging der Teamchef auch, was die Kritik an seiner Aufstellung gegen Kasachstan betrifft. Laut Constantini war immer geplant gewesen, in dieser Partie mit einer zurückhängenden Spitze anzutreten - nur die Entscheidung, dass Linz diese Position einnimmt, sei erst beim Radfahren wenige Stunden vor dem Anpfiff gefallen. "Jeder Trainer schaut sich zuerst die ganze Woche das Training an, bevor er entscheidet."

Gegen Kasachstan war es dann ausgerechnet Linz, der das ÖFB-Team mit seinem Treffer in der 91. Minute erlöste und Constantini damit wohl den Job rettete. Gegen Aserbaidschan will sich der Coach ein neuerliches Geduldspiel ersparen. "Wir haben eine ähnliche Ausgangsposition wie vor Kasachstan. Es werden drei Punkte erwartet, und dann geht's nach Belgien", analysierte Constantini. Sportdirektor Willi Ruttensteiner und ÖFB-Scout Josef Degeorgi versorgten Constantini bereits mit Infos über die mit einem 1:6 in Deutschland gestartete Truppe von Berti Vogts, gegen die wieder Jürgen Macho das österreichische Tor hüten wird.

Erstes Training am Montag
Die Nationalmannschaft absolviert am kommenden Montag in Bad Tatzmannsdorf ihr erstes Training. Ab Donnerstag wird das Quartier in Wien aufgeschlagen, ehe am darauffolgenden Montag das Flugzeug Richtung Brüssel abhebt.

ÖFB-Kader für EM-Quali
Tor: Christian Gratzei (Sturm Graz/4 Länderspiele/-8 Gegentore), Michael Gspurning (Xanthi/3/-6), Jürgen Macho (Panionios Athen/20/-18)

Abwehr: Aleksandar Dragovic (Austria/9 Länderspiele/0 Tore), Christian Fuchs (Mainz/33/0), Florian  Klein (Austria/2/0), Fabian Koch (Wacker Innsbruck/0), Emanuel Pogatetz (Hannover/39/2), Sebastian Prödl (Werder Bremen/25/2), Thomas Schrammel (SV Ried/0)

Mittelfeld: Julian Baumgartlinger (Austria/6/0), Jakob Jantscher (Salzburg/8/1), Zlatko Junuzovic  (Austria/6/0), Veli Kavlak (Rapid/9/0), Paul Scharner (West Bromwich Albion/30/0), Franz
Schiemer (Salzburg/15/2)

Angriff: Marko Arnautovic (Werder Bremen/5/0), Martin Harnik (VfB Stuttgart/18/2), Erwin Hoffer  (Kaiserslautern/18/3), Marc Janko (Twente Enschede/17/7), Roland Linz (Austria/37/8), Stefan  Maierhofer (Duisburg/11/1), Roman Wallner (Salzburg/29/7)

Auf Abruf: Pascal Grünwald (Tor, Wacker Innsbruck/0), Andreas Hölzl (Sturm Graz/10/2), Roman  Kienast (Sturm Graz/10/1), Ümit Korkmaz (Eintracht Frankfurt/8/0), Christoph Leitgeb (Salzburg/27/0),  Marcel Schreter (Wacker Innsbruck/0)