Krankls Liga-Check
Teil 5: Sturm & Wr. Neustadt
Sturm hatte ich schon zu Saisonbeginn auf meiner Liste mit den Geheimfavoriten. Ich bleibe bei dem, was ich damals gesagt habe: Trainer Franco Foda hat überhaupt keinen Grund, tiefzustapeln. Sturm hätte bereits in der abgelaufenen Meisterschaft an die Spitze stürmen können. Aber immer, wenn man glaubt, die Grazer sind reif für den Mega-Coup, haben sie einen Durchhänger. Das ist auch in der Hinrunde so gewesen.
Foda muss sich vor denGroßen nicht verstecken
Doch Fakt ist: Die Mannschaft hat Qualität. Wenn Ried einbricht, Red Bull Salzburg, Austria und Rapid weiter schwächeln, hat Sturm eine Riesenchance auf den Titelgewinn. Foda muss sich also nicht vor den Großen verstecken.
Dass Frank Stronach einsteigt, ist natürlich eine tolle Sache. Bisher hat er mit Patrick Wolf nur einen neuen Spieler finanziert. Ich denke allerdings, Frank dehnt das Engagement aus. Sturm ist ein Arbeiterklub – das passt perfekt zu ihm und seiner Philosophie. Und wenn ein Mann wie Stronach an deiner Seite ist, kannst du nach den Sternen greifen. Da ist alles möglich.
In Wiener Neustadt ist alles wie vor 150 Jahren
Wie es aber in Wiener Neustadt ohne Stronach weitergeht, ist schwer zu sagen. Ich denke: Der Verein wird nicht zusperren und irgendwie das Geld für die Lizenz zusammenkratzen. Dann kocht man halt auf Sparflamme.
Die Wahrheit ist: In Wiener Neustadt sind sie tatsächlich so blöd gewesen, Stronach zu vertreiben. Wahrscheinlich beißen sie sich nun in den Hintern. Frank hätte den Fußball in dieser Region wachgeküsst, hätte ein neues Stadion gebaut. Zum Dank hat man ihm nur Prügel vor die Beine geworfen. Und jetzt? Verbrannte Erde. Stillstand. Dort ist alles noch genauso wie zu jener Zeit, als ich mit Rapid im Wiener Neustädter Stadion gespielt habe. Und das muss schon ungefähr 150 Jahre her sein …
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