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Belgien holte gegen Kanada 'dreckigen' Sieg

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Bei Belgiens Start in die Fußball-WM hat nur das Ergebnis gepasst.

 Das 1:0 über Kanada bedeutete einen wichtigen Schritt in Richtung Achtelfinale, doch die Art und Weise, wie der Erfolg zustande kam, lässt nicht auf einen ähnlichen Erfolgslauf wie 2018 schließen. Damals wurden die "Roten Teufel" Dritter. Teamchef Roberto Martinez sprach von einem "dreckigen" Sieg und ortete Steigerungsbedarf.

Allzu hart wollte der Spanier mit seiner Mannschaft aber nicht ins Gericht gehen. "Wir müssen selbstkritisch sein und uns verbessern. Doch es ist besser, das mit drei Punkten im Gepäck zu tun, vor allem, wenn man sieht, was Deutschland und Argentinien passiert ist", meinte Martinez mit Blick auf die Startniederlagen der beiden Turnier-Mitfavoriten.

Die Belgier hatten Glück, nicht ein ähnliches Schicksal zu erleiden. So vergab etwa Kanadas Alphonso Davies einen Elfmeter, der Bayern-Profi scheiterte beim Stand von 0:0 an Thibaut Courtois. Der Goalie war der einzige Belgier, der am Mittwoch seine Normalform erreichte.

Im Gegensatz dazu enttäuschte Kevin de Bruyne - und wurde dennoch zum "Man of the Match" gekürt, was den Mittelfeldspieler von Manchester City sichtlich überraschte. "Ich habe kein gutes Spiel gemacht und weiß nicht, warum ich die Trophäe bekommen habe. Vielleicht wegen meinem Namen", vermutete De Bruyne.

Eine weit überzeugendere Leistung lieferte Davies ab, dennoch war Kanadas Topstar die tragische Figur und musste von seinem Trainer nach dem vergebenen Strafstoß getröstet werden. "Er hat eine enorme Bedeutung für uns und eine große Zukunft vor sich. Auch wenn er heute nicht getroffen hat, wird er noch viele Tore für uns machen", sagte John Herdman.

Der 47-Jährige sorgte zudem mit einer mehr als deutlichen Kampfansage an den kommenden Gegner Kroatien für Wirbel, weil ihm beim Einschwören der Mannschaft auf die nächste Partie der Spruch "Fuck Croatia" rausrutschte. "Ich habe ihnen nur die Statistiken gezeigt. Ich habe ihnen gezeigt, dass sie hierher gehören. Und dass wir nun weitergehen und F... Croatia. Das ist unsere nächste Mission", bestätigte der Coach hinterher in einem TV-Interview.

Im kroatischen Lager kam die Aussage nicht so gut an. "Jeder von uns wählt seinen eigenen Kommunikationsstil. Der Herr hat sich so ausgedrückt, ich weiß nicht, wie schön und fein das ist, aber es ist sein gutes Recht. Wir werden nicht darauf zurückblicken. Wir müssen auf dem Feld zeigen, dass wir eine bessere Mannschaft sind", sagte Teamchef Zlatko Dalic am Donnerstag.