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Stiller Protest: DFB-Elf mit Statement

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Es ist die WM-Aufregung der ersten WM Tage. Das "One Love"-Armband Verbot der FIFA. Manuel Neuer trug beim Einmarsch des DFB-Spiels die seine Kapitänsbinde verdeckt, zudem gab es eine andere Form des Protestes.

Die deutschen Fußball-Nationalspieler haben sich beim Mannschaftsfoto unmittelbar vor dem Anpfiff der WM-Partie gegen Japan und vor den Augen des anwesenden FIFA-Bosses Gianni Infantino demonstrativ die Hand vor den Mund gehalten. Die DFB-Auswahl sendete damit am Mittwoch sehr offensichtlich ein Zeichen an den Fußball-Weltverband, der in Katar die "One Love"-Kapitänsbinde von Manuel Neuer und sechs weiteren europäischen Mannschaftskapitänen verboten hatte. Es soll ein Zeichen sein, sich von der FIFA nicht den Mund verbieten zu lassen. Das Statement dürfte der FIFA auf jeden Fall nicht gefallen. Ob es seitens der FIFA zu Sanktionen der DFB-Elf kommt, ist noch unklar.

"Binden"-Situation unklar

Manuel Neuer trug die Kapitänsbinde verdeckt, um eine Strafe ist der DFB-Kapitän damit herumgekommen. Ob er unter seinem Trikot die "One Love"-Armbinde trägt, ist unklar. Besonders brisant: DFB-Trainer Hansi Flick verriet, er hatte bereits einen „Gelben-Karten-Plan“, dieser wurde dann aber wieder verworfen.

DFB-Direktor Oliver Bierhoff hatte in der Debatte wenige Stunden vor dem deutschen WM-Auftakt um mehr Verständnis aus der Heimat für die Spieler geworben. "Letztlich bekommen die Spieler immer wieder Kritik ab. Das tut natürlich an der einen oder anderen Stelle weh, weil man denkt: Wann ist es genug und wann kann ich mich auf die WM konzentrieren", sagte Bierhoff am Mittwoch in der ARD.

Die vielen kritischen Reaktionen aus Deutschland würden die Spieler sehr beschäftigen, berichtete der 54-Jährige. Schließlich sei man das Thema "schon vor einem Jahr sehr ernsthaft angegangen", betonte Bierhoff. Es habe vor der WM in Katar Gespräche mit Menschenrechtsorganisationen und Betroffenen gegeben, zudem sei ein Symposium veranstaltet und eine Million Euro für die Nepal-Hilfe gespendet worden. Dass die FIFA die Aktion für eine gute Sache unterbunden habe, sei "ein herber Schlag" gewesen.