Nach Enthüllung
Ralf Schumacher: „Wir werden ihn vermissen“
Der Abschied von Helmut Marko bei Red Bull kam nach der abgelaufenen Saison überraschend. Auch heute fehlt der Österreicher noch an vielen Ecken und Enden im Fahrerlager. Dennoch lederte Christian Horner, der jahrelang mit dem Steirer für den Bullen-Erfolg verantwortlich war, gegen den mittlerweile 83-Jährigen.
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In seiner Autobiografie „Drive“ beschuldigt Horner den ehemaligen Red-Bull-Motorsportberater, versucht zu haben, ihn während einer schwierigen persönlichen Phase bei Red Bull aus dem Amt zu drängen. „Leider ist es bei Christian Horner nichts Neues, dass er sich hin und wieder etwas geschmacklos verhält“, eilte Ralf Schumacher dem Österreicher zu Hilfe. Für den Bruder von Michael Schumacher zählt Marko zu den unangefochtenen Größen in der Motorsport-Königsklasse. Er konnte die Bullen–Entscheidung nicht ganz nachvollziehen.
Damals zeigte sich Schumacher sehr emotional: „Eine Ära geht zu Ende, gerade im Nachwuchsbereich“, sagte der ehemalige F1-Pilot bei Sky. Hinter den Kulissen brodelt es - und laut Schumacher steht bereits fest, wer die wichtige Rolle künftig übernehmen soll. Doch Namen nennt er bewusst keine: „Das geht leider nicht. Aber wenn es so kommt, wie es angedacht ist, wird auf jeden Fall eine kleine Bombe platzen.“ Fest steht für ihn: Die Position werde „positiv besetzt“.
„Er führte immer ein offenes Wort“
Schumacher, inzwischen als TV-Experte im Einsatz, begegnete dem Mann, um den es geht, über Jahre hinweg regelmäßig im Fahrerlager. Ihre Gespräche, oft direkt und unverblümt, prägten das Bild des Teams nach außen. „Wir werden ihn schmerzlich vermissen“, betont der Bruder von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher. „Er führte immer ein offenes Wort, hat nie einen Hehl aus irgendetwas gemacht, hat sich immer gestellt. Ich hoffe, dass wir da ebenfalls einen guten Ersatz bekommen.“
Den Rückzug von Marko spürte die gesamte Formel-1-Szene. Und Schumacher kannte damals als einer der wenigen Insider bereits, wie die Nachfolge bei den Bullen geregelt wurde. Mittlerweile genießt Marko seinen Ruhestand und ist immer noch mit seiner Expertise zur Stelle, wenn man ihn gefragt wird. So war er auch bei den finalen Verhandlungen vor Verstappens Vertragsverlängerung in den Niederlanden und sprach mit Verstappen-Vater Jos und seinem Berater Thierry Vermeulen.
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