AFL

14:6 - Dragons feiern emotionalen Sieg bei Armstrong-Rückkehr

Die Danube Dragons haben sich nach der bitteren Derby-Niederlage mit einem 14:6-Sieg gegen die Raiders aus Tirol zurückgemeldet.  

Ein besonderes Spiel fand für die Danube Dragons am 5. Spieltag gegen die Raiders Tirol statt. Erstmals in dieser Saison war Head Coach Fred Armstrong an der Seitenlinie.

Der Erfolgstrainer war zuletzt in der Niederlande um das dortige Flag-Nationalteam auf die Olympia-Quali vorzubereiten. Nach der Grunddurchgangshalbzeit kehrte er gleich mit einem Sieg zurück. „Es ist gut wieder hier zu sein. Ich bleibe jetzt hier und bin froh zurück zu sein“, strahlte der US-Amerikaner nach dem vierten Saisonsieg seiner Dragons.

Schlagabtausch zu Beginn

Die Raiders starteten die Partie gegen die bislang starke Dragons-Defense. Im ersten Drive hatten sie im Angriff nicht viel zu melden. Die Dragons-Offense kam schnell aufs Feld und startete ähnlich entfesselt, wie beim Hinspiel in Innsbruck, wo man 48:14 gewinnen konnte.

Wie bereits in der Vorwoche führte Quarterback Lukas Schramm den Dragons-Angriff anstelle des verletzten Alexander Treischl aufs Feld. Die Drachen zeigten gleich ihre Qualität. Ein paar gute Läufe von Running Back Matthias Löcker, ein Traumpass von Schramm auf Michael Schachermayer und die Hauptstädter standen vor der Tiroler Endzone. Nach einem misslungenen Trick-Spielzug kam es zum 4th Down, man spielte aus und Löcker drückte den Ball im Fallen noch in die Endzone. Nach dem gelungenen Schachermayer-Extrapunkt ging man mit 7:0 verdient in Führung.

Der nächste Ballbesitz der Gäste aus Tirol verlief versprechender. Doch in der Redzone war die Dragons-Defense wieder hellwach und konnte einen Touchdown verhindern, immerhin konnten die Raiders dank einem Field Goal früher anschreiben, als im Hinspiel. 30 Sekunden vor der ersten Viertelpause bekamen die Hausherren den Ball zurück. Schachermayer glänzte schon mit einem starken Kick-Return.

Offensiv-Spektakel vor der Halbzeit

Die Dragons zögerten nicht und spielten weiter mutig nach vorne. Der Lohn eines weiteren fehlerfreien Drives: Schramm konnte den Ball selbst in die Endzone tragen und auf 14:3 für die Wiener erhöhen.

Die Reaktion der Raiders? Spektakulär! Nach einem tiefen Pass von Quarterback Stefan Maiachet standen die Raiders nur 3 Yards vor dem ersten Touchdown. Doch abermals zeigte die Defense ihre Stärke und konnte die Innsbrucker aufhalten. Erneut mussten die Gäste kicken und die Dragons bekamen den Ball zurück.

Doch diesmal gab es keine Punkte für die Offense. 5 Minuten vor der Halbzeit bekamen die Raiders die Chance das Spiel wieder richtig spannend zu machen. Doch erneut war die Abwehr zur Stelle und brachte ihre Offense 2:42 Minuten vor der Pause erneut in Stellung. Doch auch der finale Versuch den Vorsprung auszubauen blieb ohne Erfolg und so ging es mit 14:6 in die Pause.

Spiel wird zur Abwehrschlacht

Nach der Halbzeit zeigen beide Abwehr-Seiten groß auf. Weder bei den Dragons, noch bei den Raiders kommt es zu großen Raumgewinnen. Die Halbzeit-Ansprachen der beiden Head Coaches dürften gefruchtet haben. So ging es mit 14:6 zum letzten Seitenwechsel.

Das Spielgeschehen in vierten Viertel blieb unverändert. Beide Defenses isolierten den gegnerischen Angriff. 7 Minuten vor Schluss waren die Dragons wieder am Zug. Schramm spielte mutig nach vorne. Mehrfach ging er selbst, versuchte mit tiefen Pässen seine Receiver in Stellung zu bringen. Doch auch diesesmal blieb den Wienern nur noch ein Punt. 5:30 Minuten vor Schluss kamen die Tiroler zurück aufs Feld.

Auch dieser Spielzug brachte weder Punkte, noch viel Raumgewinn und so erhielten die Dragons etwa 3 Minuten vor Schluss den Ball zurück. Von da an konzentrierten sich die Wiener auf das Laufspiel um die Zeit von der Uhr zu nehmen. Nach einem Timeout der Raiders blieben 1:33 Zeit auf der Uhr nach dem nächsten Punt der Dragons. Die Raiders mussten tief in ihrer eigenen Platzhälfte starten. Nach einem schnell gestoppten Lauf, zwei gelungenen Maiacher-Pässen, nahmen die Raiders bei 26 verbleibenden Sekunden ihr letztes Timeout. Nach drei unvollständigen Pässen kam es zum entscheidenden Spielzug. Maiacher versuchte mit 12 Sekunden das Wunder zu schaffen, doch seine Hail Mary wurde von Matthias Rebl abgefangen. Die Dragons feiern ihren vierten Saisonsieg und gehen mit jeder Menge Selbstvertrauen in die Bye Week.

Vikings gewinnen gegen Ducks

Die Salzburg Ducks kamen als Tabellenletzter ins Football-Zentrum Ravelin zu den Vienna Vikings, traten aber gar nicht wie ein krasser Außenseiter auf. Quarterback Ian Gehrke fand Christian Honig der mit einem Lauf zum ersten Touchdown vollendete. Maximilian Reuter stellte auf 7:0 für die Gäste. Und sie legten nach: Camron Madden schaffte es in die Endzone. Die Antwort der Vikings folgte postwendend: Raylens Boutin gelang ein Kickoff-Return-Touchdown übers ganze Feld. Kevin Voznyak kickte zum 7:13. Dann waren wieder die Ducks an der Reihe: Rahsaan Lewis nahm nach Gehrke-Pass an der Mittellinie Tempo auf und sprintete zum 20:7. Reuter legte nach. Noch im ersten Viertel passte Vikings-Quarterback Aaron Ellis tief auch Benjamin Spieler, der das Spielgerät zum Touchdown trug. Voznyak traf – 14:20. Ellis hatte sein Visier weiter gut eingestellt. Diesmal ging sein Pass auf Niklas Lechner in die Endzone. Voznyak brachte die Vikings mit dem PAT erstmals in Führung. Die Ducks hielten dagegen. Wieder war es ein TD von Lewis nach Gehrke-Pass und Reuter besorgte den 27:21-Pausenstand für die Gäste.

Nach Wiederbeginn gingen die Touchdown-Festspiele weiter – vor allem für die Vikings: Matthias Moser lief unbedrängt zum TD und Spieler legte mit einem starken Catch den nächsten nach. Voznyak gab sich zweimal keine Blöße – 35:27 Vikings. Der Tabellenletzte ließ nicht locker. Lewis und Honig (Two-Point-Conversion) sorgten für den Ausgleich. Im Schlussquarter funktionierte das Zusammenspiel zwischen Ellis und Spieler einmal mehr perfekt – die Vikings waren wieder voran. Da auch Voznyak erfolgreich war, hieß es sieben Minuten vor dem Ende 42:35 für den Favoriten. Die Entscheidung brachte nach Gewitterunterbrechung ein Lauf von Kevin Wojta zum 48:35. Voznyak setzte mit einem weiteren PAT den Schlusspunkt.

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