Bitteres WM-Aus:

Handball-Nationalteam scheitert hauchdünn in Polen

Das tat richtig weh! Österreichs Handball-Männer haben das Ticket für die WM-Endrunde im Jänner 2026 in Deutschland auf dramatische Weise verpasst. In Polen fehlten nur wenige Sekunden.

Was für ein bitterer Sonntag für das österreichische Handball-Nationalteam der Männer! Die ÖHB-Truppe holte im geladenen Play-off-Rückspiel beim Favoriten in Olsztyn zwar ein heroisches 30:30-Remis, doch das reichte nach der knappen 25:26-Heimniederlage am vergangenen Mittwoch in Graz leider nicht für den Aufstieg. Das entscheidende Tor zum polnischen Ausgleich fiel erst wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff und zerstörte alle rot-weiß-roten Träume.

Starker Start bringt Führung

Die Mannschaft von Teamchef Iker Romero legte in Polen los wie die Feuerwehr und agierte im ersten Durchgang extrem konsequent. Sebastian Frimmel eröffnete die Partie per Siebenmeter zum 1:0. In der Folge hielten die Österreicher den Vizeweltmeister von 2007 permanent auf Distanz und bauten den Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf fünf Tore aus (15:10). Mit einer verdienten 17:13-Führung ging es in die Kabinen.

Polen schlägt eiskalt zurück

Nach dem Seitenwechsel drehte der Gastgeber vor den eigenen Fans aber mächtig auf. Die Polen bissen sich Tor für Tor heran, glichen aus und gingen zwischenzeitlich sogar mit 26:24 in Führung. Doch Österreich bewies echten Kampfgeist, steckte nicht auf und ging kurz vor dem Ende mit 30:29 in Front. Ein Sieg mit einem Tor Unterschied hätte die ÖHB-Männer ins alles entscheidende Siebenmeterschießen gebracht.

Möstl-Sensation bleibt unbelohnt

ÖHB-Keeper Constantin Möstl hielt diese WM-Chance rund 70 Sekunden vor dem Ende am Leben, als er einen polnischen Siebenmeter spektakulär parierte. Österreich hatte im Gegenzug sogar die Chance, auf zwei Tore zu erhöhen und alles klarzumachen, doch der Angriff blieb hängen. Die Polen nutzten die letzte Chance eiskalt aus und trafen mit dem allerletzten Wurf ins rot-weiß-rote Herz.

Die bittere historische Bilanz

Damit wartet Österreich seit dem 30. Juni 2003 (30:24 in der EM-Qualifikation) weiter auf einen Sieg gegen Polen. Das Remis war erst das zweite Unentschieden in der Länderspiel-Geschichte gegen diesen Gegner, dem 18 Niederlagen und sechs Siege gegenüberstehen. Genau wie schon für die Endrunde im Jahr 2023 müssen die ÖHB-Männer die kommende Weltmeisterschaft im Nachbarland Deutschland vor dem Fernseher mitverfolgen.

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