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Felix Baumgartner wieder daheim

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Super-Held Felix Baumgartner (43) ist wieder daheim: Nach seinem US-Interview-Marathon wird er als „neuer Schwarzenegger gefeiert“.

„Ich hab so eine Freude, wieder hier zu sein“, ein entspannter Felix Baumgartner kehrte am Freitag in seine Heimat in Salzburg zurück. Der Zeitpunkt für die Rückkehr war passend: Am Nationalfeiertag flog der neue Nationalheld zurück. Red Bull lud in den hauseigenen TV-Sender ServusTV in den Hangar-7 in Salzburg. Dort marschierte Felix, mit schwarzem Hemd und grauem Jacket, wie ein Superstar unter dem Applaus der Zuschauer ein.

Mit dabei das Helden-Team des neuen Superstars: Mentor Joe Kittinger, der technische Leiter der Red-Bull-Stratos-Mission Art Thompson, der medizinische Chef Jonathan Clark, Skydiving-Berater Luke Aikins sowie Andy Walshe, Baumgartners rechte Hand. Während sich seine Crew schon seit Mittwoch in Salzburg amüsierte, reiste der „pensionierte Draufgänger“ erst am Abend des Nationalfeiertags direkt zur TV-Show an.

Nach seinem Stratos-Sprung und der US-Medientour ist Baumgartner längst in der obersten Liga der Stars angekommen: „Jetzt habe ich am eigenen Leib erfahren, wie es ist, eine Top-Celebrity zu sein“, schreibt er auf seiner Facebook-Seite über die Paparazzi.

Am Freitagabend erzählte Baumgartner erstmals in Europa von seinem Rekord-Abenteuer. Im Hangar-7 sprach er entspannt, mit tief geöffnetem schwarzen Hemd, von seinem Sprung vom Rand des Weltalls:

Über die Vorbereitung: „Du brauchst eine ungeheure Disziplin, um nicht krank zu werden. Weil die kleinste Verkühlung verhindert einen Aufstieg.“

Über den Druck: „Locker war ich, als es losging, nicht. Nach fünf Jahren Vorbereitung gehst du aus deinem Container und die ganze Welt schaut dir zu. Jeder Handgriff, jeder Schritt wird da ganz genau beobachtet.“

Über die Belastung der Verzögerungen: „Eine Stunde Wartezeit im Spezial-Anzug ist eine ungeheure Anstrengung. Du musst es während dieser Zeit irgendwie schaffen, deine Konzentration aufrechtzuerhalten. Weil es kann dann jeden Moment losgehen.“

Über die Gefahr: „Ich habe in meinem Leben der Sicherheit immer alles untergeordnet, deshalb lebe ich noch.“

Über den Zwang zum Erfolg: „Ich wollte es unbedingt schaffen, wenn du fünf Jahre auf ein Ziel zuarbeitest, wirst du ungeduldig. Hätten wir es nicht geschafft, hätten wir bis 2013 warten müssen, weil wir keinen Ersatzballon mehr hatten.“

Über das Trudeln während des Sprungs: „Ich wusste, ich habe nur eine Minute, um das Spinning zu beenden, sonst könnte ich bewusstlos werden oder sterben. Da kannst du keine schnellen Bewegungen machen, bei der Geschwindigkeit. Du kannst nur sehr kleine, langsame Bewegungen machen. Aber dann hatte ich schnell wieder Kontrolle.“

Karl Wendl

Das Team um Felix Baumgartner

Er ist der Chef der Stratos-Mission und der einzige, mit dem Baumgartner während des Aufstiegs über Funk verbunden ist.

Kittinger sprang im August 1960 aus einer Höhe von 31.332 Metern und stellte drei Weltrekorde auf, die bisher nicht übertroffen wurden: Höchste Ballonfahrt mit offener Gondel, höchste Geschwindigkeit eines Menschen ohne besondere Schutzhülle und längster Fallschirmsprung.

"Wenn wir das nächste Mal sprechen, bin ich der Mann mit dem zweithöchsten Fallschirmsprung", so Kittinger zu Baumgartner.

Er ist der High-Performance-Director der Mission.

Der Meteorologe im Team. Ohne O.K. von Day wird die Kapsel nicht aufsteigen.

Der "life support engineer" im Team. Er hilft Baumgartner in den Druckanzug und ist die letzte Person, die der Extremsportler vor dem Start sehen wird.

Der Leiter des Ärzte-Teams. Er koordiniert seine Mannschaft aus dem Mission-Control-Center.

Clark war selbst sechs Mal als Arzt auf einem Space-Shuttle dabei. Tragisch: Seine Frau war Astronautin und starb 2003 bei der Columbia-Katastrophe.

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