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Hagara/Steinacher wollen Olympia-Medaille

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Zum Abschluss ihrer Karriere wollen unsere Tornado-Segler im olympischen Segelrevier noch einmal nach Edelmetall fischen.

Österreichs Tornado-Doppel-Olympiasieger Roman Hagara und Hans Peter Steinacher wollen zum Abschluss ihrer Karriere bei den Olympischen Spielen in China eine Medaille holen. Zuvor muss sich das Duo jedoch noch bei der WM vor Auckland qualifizieren, am kommenden Dienstag brechen der Wiener Steuermann und der Salzburger Vorschoter nach Neuseeland auf. "Wir haben ein erfolgreiches Trainingslager mit vielen Materialtests in Sizilien absolviert", gab sich Hagara am Dienstag in St. Veit an der Glan zuversichtlich.

Materialfrage fast geklärt
Auf der Suche nach dem gewinnbringenden Material sei man vor allem im Vorsegelbereich viele Schritte weiter gekommen. "Der Gennaker ist aber noch ein bisschen ein Sorgenkind", schränkte Hagara vor Journalisten ein. Ein Neuer wurde soeben vom argentinischen Designer produziert. "Der wird noch in Neuseeland ausgetestet, insgesamt wartet noch viel Tüftelarbeit", meinte der Steuermann. Für die Olympioniken bietet sich vom 22. Februar bis 1. März bei der WM vor Auckland die letzte Chance, das Nationenticket für die Spielen zu holen.

Verletzung verheilt
Der Rippenbruch, den sich Vorschoter Steinacher bei einer Wettfahrt vor Trogir in Kroatien im Spätherbst zugezogen hatte, ist inzwischen komplett verheilt. "Die Rippe ist wieder eine Ganze, ich konnte bereits nach zwei Wochen wieder trainieren", meinte Steinacher.

Auf China vorbereitet
Für einen positiven Ausgang der Olympischen Spiele sind die Segler jedenfalls optimistisch. Die Besonderheiten der Gewässer vor der Chinesischen Küste sind den beiden hinlänglich bekannt. "Entweder bläst ganz wenig Wind oder ein Taifun. Das Mittelding fehlt gänzlich", erklärte Hagara. Das Duo wird sich ab Juni in China vorbereiten. Für Hagara wird es definitiv der letzte olympische Bewerb. "Es ist ausgeschlossen, dass ich in eine andere olympische Segelklasse einsteige", sagte der Sportler. Stattdessen ist der "Americas Cup" für ihn ein Thema. "Darüber reden wir aber im August".

Auf dem Boot der Österreicher sind im übrigen nur zwei elektronische Hilfsmittel - eine Uhr und ein Kompass - erlaubt. Kein Wunder, dass sich Hagara/Steinacher von dem Kärntner Uhrenproduzenten "Jacques Lemans" sponsern lassen. "Wir sind seit dem Vorjahr auch am chinesischen Markt vertreten und erhoffen uns Synergieeffekte durch den Auftritt der Beiden bei den olympischen Spielen", sagte Firmenchef Alfred Riedl.

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