Manfred Stohl

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Stohl in Wales Zweiter

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Manfred Stohl beschließt Rallye-WM mit Rang zwei in Wales. In der Gesamtwertung wird Stohl WM-Vierter.

Der Wiener Manfred Stohl hat die Rallye-WM-Saison am Sonntag mit einem zweiten Platz in Wales abgeschlossen und damit sein bisher bestes Lauf-Ergebnis aus dem Vorjahr in Zypern wiederholt. Der OMV-Pilot im von Bozian Racing eingesetzten Peugeot 307 WRC musste sich auf der Insel nach 17 Schotterprüfungen nur dem überragenden Finnen Marcus Grönholm (Ford) geschlagen geben, der sich mit 1:35,5 Minuten Vorsprung auf Stohl und 1:55,2 Guthaben auf den norwegischen Vorjahressieger Petter Solberg durchsetzte.

Aigner out
Der Steirer Andreas Aigner hatte sich bereits am Freitag mit einem zweifachen Überschlag aus der Rallye verabschiedet und beendete seine Rookie-Saison im Red Bull Skoda Fabia mit drei WM-Punkten. Sein finnischer Markenkollege Harri Rovanperä verpasste die Punkteränge in Wales als Neunter um mehr als dreieinhalb Minuten, während Stohls norwegischer OMV-Teamkamerad Henning Solberg zum Saisonabschluss mit über achteinhalb Minuten Rückstand auf Grönholm Elfter wurde.

WM-Rang vier
Stohl und Co-Pilotin Ilka Minor entschieden nicht nur das Duell mit Subaru-Ass Solberg um 19,7 Sekunden für sich, sondern gewannen auch den Kampf um Platz vier in der WM-Gesamtwertung gegen den spanischen Citroen-Youngster Daniel Sordo. Das österreichische Gespann beendete die Saison mit 54 Punkten und fünf Zählern Vorsprung auf Sordo. An der Spitze verkürzte "Vize" Grönholm (111 Punkte) den Rückstand auf den bereits seit Australien als Weltmeister feststehenden, in Wales aber verletzungsbedingt fehlenden Franzosen Sebastien Loeb (112) auf einen Zähler.

Stohl souverän
Mit den Sonderprüfungs-Positionen 6, 4, 6 und 7 verwaltete Stohl auf der dritten Etappe seinen Zeit-Polster auf den vierfachen Wales-Sieger Solberg souverän. Der 34-Jährige und seine Kärntner Beifahrerin hatten nur eine kritische Situation zu meistern, als der Peugeot gleich auf SP 14 einen auf der Strecke liegenden Baum touchierte. "Alles in allem eine sehr gute Rallye. Es hat alles geklappt. Das Auto war perfekt", freute sich Stohl und betonte: "Ich freue mich sehr über den zweiten Platz, aber noch mehr über den vierten Gesamtrang. Wir haben heuer gezeigt, dass wir ganz vorne mitkämpfen können und darüber bin ich sehr glücklich. Wir fahren jetzt in der Champions League."

Kein Risiko
Der Wiener riskierte am Schlusstag seiner 10. Wales-Rallye bei weitem nicht mehr alles. "Grönholm hat heute noch einen Dreher an einer gefährlichen Stelle gehabt. Es kann halt immer etwas passieren", wusste Stohl, der den zweiten Platz schließlich sicher nach Hause fuhr. Besonders erfreulich für den OMV-Fahrer sicher auch, dass er auf der Insel zum vierten Mal in dieser Saison und zum dritten Mal in Folge aufs Podium fuhr. "Ein schöner Saisonabschluss mit einem guten Fight gegen Petter Solberg. Jetzt fehlt mir nur noch ein Sieg auf meiner Liste."

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