Wirbel: 'Taktische Wahl' von Ronaldo?

Weltfußballerwahl

Wirbel: 'Taktische Wahl' von Ronaldo?

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Nach der FIFA-Gala zur Wahl des Weltfußballers sind die Stimmzettel der Stars bekannt.

Lionel Messi ist bei der FIFA-Gala am Montagabend in der Mailänder Scala zum bereits sechsten Mal als Weltfußballer ausgezeichnet worden und nun alleiniger Rekordhalter. Der 32-jährige Argentinier vom FC Barcelona setzte sich gegen den Niederländer Virgil van Dijk sowie seinen portugiesischen Dauerrivalen Cristiano Ronaldo, der bisher fünf Mal als bester Kicker geehrt worden war, durch.

Auch ohne internationalen Titel reichte es für Messi zu einer weiteren individuellen Auszeichnung. Im Vorfeld war der niederländische Verteidiger Virgil van Dijk vom Champions-League-Sieger Liverpool als Favorit gehandelt worden, nachdem er vor einem Monat als Europas Fußballer des Jahres geehrt worden war.

Messi hatte bereits in den Jahren 2009, 2010, 2011, 2012 und 2015 triumphiert und dankte allen, die für ihn gestimmt hatten, "auch wenn individuelle Auszeichnungen zweitrangig für mich sind. Es ist ein einmaliger Moment für mich, und es ist gut, mit meiner Familie und meinen Kindern zu feiern."

Wer wen am Stimmzettel hatte

Sehr interessant war das Wahlverhalten der Superstars selbst. Die Stimmzettel sind nach der Gala bekannt. Was auffällt: Messi setzte seinen langjährigen Rivalen Ronaldo auf Platz 2 (hinter Liverpool-Stürmer Sadio Mané und vor Holland-Jungstar Frenkie de Jong). Und Ronaldo? Anders als Messi wählte Cristiano Ronaldo seinen langjährigen Dauer-Konkurrenten nicht. Stattdessen standen auf seinem Stimmzettel Matthijs de Ligt (der im Sommer von Ajax zu Juve gewechselt war) vor Frenkie de Jong und PSG-Rakete Kylian Mbappe. Gönnte er Messi die Stimme nicht? Oft genug betont CR7 in Interviews, dass Messi neben ihm oder nach ihm der Beste wäre. Auf seinen Stimmzettel schaffte es der Argentinier jedoch nicht.

Favorit Van Dijk setzte Messi wiederum auf Platz eins vor seine Liverpooler Teamkollegen Mohamed Salah und Sadio Mane. Van Dijk trug damit selbst zu seiner Niederlage bei, agierte aber gewohnt fair. Übrigens: Wäre es nur nach den wählenden Sport-Journalisten gegangen, hätte van Dijk die Wahl gewonnen. Mit 462 Stimmen lag der Holländer, der vor wenigen Wochen bereits zu Europas Fußballer des Jahres gewählt wurde, in dieser Kategorie deutlich vor Messi (364) und Ronaldo (264). Spieler, Trainer und Fans (mittels Online-Voting) stimmten aber mehrheitlich für Messi.

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