Dominic Thiem erreicht Karriere-Meilenstein

Spätestens ab März in Top 3

Dominic Thiem erreicht Karriere-Meilenstein

Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem wird spätestens Anfang März die Top 3 erreichen, er ist sogar jünger als Muster zu dem Zeitpunkt.

Für Dominic Thiem bedeuteten die schlechten Nachrichten aus dem Lager von Roger Federer eine Gewissheit: Er wird entweder am 24. Februar oder am 2. März erstmals auf Platz 3 im ATP-Ranking vorstoßen. Dem 26-jährigen Niederösterreicher, der zuletzt bei den Australian Open erst im Endspiel verloren hatte, würde ein Halbfinal-Einzug beim ATP-500-Turnier in Rio de Janeiro den früheren Vorstoß sichern.
 
Thiem ist erst der zweite Österreicher nach Thomas Muster, der im Tennis-Einzel in die Top 3 einziehen wird. Zuvor war dies nur dem mittlerweile 52-jährigen Steirer gelungen. Zuletzt stand Muster am 12. Mai 1997 auf Platz 3, davor war Muster für insgesamt sechs Wochen sogar Nummer 1 der Welt gewesen. Muster war übrigens ein Jahr älter, als er erstmals in die Top 3 vorgedrungen war: Muster gelang dies am 12.6.1995, unmittelbar nach seinem einzigen Grand-Slam-Triumph in Paris.
 

Erfolgscoach Nicolas Massu

Thiem spielt aktuell in Rio de Janeiro, dort wo vor einem Jahr die Zusammenarbeit mit dem damals noch als Touringcoach verpflichteten Nicolas Massu so richtig begonnen hat. "Natürlich hat er aus mir einen viel besseren Spieler gemacht. Ich habe in diesem einen Jahr seit Rio 19 eine tolle Entwicklung in meinem Spiel gemacht", meinte Thiem in einem Interview in Rio mit der ATP.
 
Massu war 2019 in Buenos Aires zum Thiem-Team gestoßen, Langzeit-Coach Günter Bresnik beobachtete dann die Entwicklungen ab Rio von zu Hause aus - und war dann einige Monate später nicht mehr Betreuer des Niederösterreichers.
 

Nächstes Ziel: Platz 1

Nun wird Thiem also fast 23 Jahre nach Muster wieder in den elitären Kreis der besten Drei vorstoßen. Ein großes Ziel des dreifachen Grand-Slam-Finalisten ist damit abgehakt. Doch dem Lichtenwörther darf noch einiges mehr zugetraut werden. Viele Tennis-Experten sehen in ihm auch die künftige Nummer eins und halten ihn spätestens seit Melbourne auch auf Hartplatz für einen Anwärter auf einen Major-Sieg. Bei den French Open in Paris gilt Thiem auf Sand nach vier Semifinali respektive zwei Finali en suite ohnehin schon länger als "Kronprinz" von Rafael Nadal.