Ofner

Wimbledon, 1. Runde

ÖTV-Talent sorgt für Riesen-Sensation

Der Erfolgslauf geht weiter: Ofner lässt einem Brasilianer keine Chance.

Mit einer starken Leistung hat Sebastian Ofner am Dienstag in Wimbledon für eine Riesen-Überraschung in Rot-Weiß-Rot gesorgt. Der 21-Jährige wirft in der ersten Runde den Brasilianer Thomaz Bellucci überraschend klar nach 1:45 Stunden mit 6:2,6:3,6:2 raus und trifft nun auf den US-Amerikaner Jack Sock, die Nummer 18 der Welt.

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"Unbeschreiblich, unfassbar", sagte Ofner. "Der Aufschlag war sehr wichtig und dass ich von Anfang an Druck gemacht, ihn nicht zum Spielen kommen lassen. Das habe ich sehr gut umgesetzt."

Am Anfang sei er nervös gewesen, aber bei weitem nicht so, wie er es erwartet hätte. "Als mir das Break gelungen ist, war es aber, wie wenn es ein normales Match wäre bei einem Future. Ohne Nervösität."

"Dann habe ich eine Chance"

Der Debütant im Hauptbewerb eines Turniers oberhalb der Challenger-Ebene, der sich in Roehampton erfolgreich durch die Qualifikation gekämpft hatte, machte gleich zu Beginn deutlich, dass er sich als krasser Außenseiter nicht kampflos geschlagen geben wird.

Das erste Break gelang Ofner zum 3:1, das nächste zum 6:2-Satzgewinn. Im zweiten Durchgang genügte ein Break zum 5:3, um erfolgreich abzuschließen. Im dritten nahm er dem Gegner das Service zum 3:2 und 5:2 ab und servierte anschließend ohne Aufschlagverlust aus.

Mit Sock wartet nun eine weit größere Herausforderung: "Ich werde mich aber wieder auf mein Spiel konzentrieren, dass ich gut serviere, dann habe ich auch wieder eine Chance, dass ich gewinne. Ich werde alles geben und schauen, was möglich ist."

Erst Matura, dann Karriere

Ofner ist aktuell die Nummer 217 der Welt, ein Ranking, das er definitiv verbessern wird. Erst nach der Matura begann der Steirer mit verschärftem Training. Er wird in der Südstadt von Wolfgang Thiem, dem Vater von Dominic Thiem, und Konditionstrainer Florian Pernhaupt betreut.

Ofner ist fünffacher Sieger von ITF-Futures, auf Challenger-Ebene bestritt er erst insgesamt 16 Matches, 14 davon heuer. Sein vor Wimbledon einziges ATP-Turnier war jenes in Wien im Oktober 2016, als er in der Qualifikation ausschied.